Uncategorised

 

Nirgends fühlt sie sich wie zu Hause und sich an einen Ort zu gewöhnen, braucht sie sich erst recht nicht. In Deutschland geboren und gefühlt durch die halbe Welt gereist. Jedes Mal muss sie sich wieder aufs Neue einleben. China, Japan, Brasilien, Russland, Griechenland, Österreich - und das ist nur ein Ansatz. Ein so junges Mädchen, schon so viel durchgemacht und so oft umgezogen oder verreist.

Freunde? Wie soll das funktionieren?

Die 16jährige Singhalesin Amira Jo Dumke ist schon durch über 30 Staaten gereist und hat eine sehr spannende und außergewöhnliche Lebensgeschichte.

Ihr Leben war ein Abenteuer.

 

Es fing alles damit an, dass ihr Vater drei Jahre nach ihrer Geburt einen Job als Manager bei der Automobilfirma Mercedes annahm.

Von diesem Tag an ging es bei der Familie stressig zu und sie zog von einem Land in das andere.

Es interessierte die Eltern nicht, wie sich ihre drei Töchter dabei gefühlt haben.

Aufgrund dessen, dass sie so oft zusätzlich noch in den Urlaub flogen, verpassten die drei Schwestern, unter anderem auch Amira, sehr viel Unterrichtsstoff, doch das war sowieso nicht von Relevanz, da sie schon oft die Schule gewechselt und die Sprache nicht beherrscht haben. Es fing in Russland an. Anfangs fand sie die Vorstellung, neue Länder erkunden zu können, sehr interessant, doch sie merkte früh, dass dem nicht so war.

Die Einsamkeit überhäufte sie in jedem Land, in dem sie war.

Das wichtigste war die Englische Sprache. In jedem Land war diese anzuwenden und das war auch wirklich das einzige, was sie zu wissen schien.

 

Nach einigen Jahren des Verreisens zog sie nach Peking, China.

Die schlimmste Zeit ihres Lebens...

Ohne Atemmaske konnte sie das Haus nicht verlassen. Die Luft ist voll mit Abgasen und Chemikalien, die reinste Folter. Doch dann nahm alles eine Wendung.

Ihre Eltern ließen sich scheiden und es ging mit ihren Schwestern nach Brasilien, wo ihre Mutter und einen Jungen bekam, den sie nach der Geburt zurück ließ.

Ihr Vater ist noch am Reisen und hat schon zwei weitere Scheidungen hinter sich.

Es ging wieder nach Österreich. Die Sprache war schon längst vergessen, weshalb ihre Bildung unter ging.

 

Sehnsüchtig wünschte sie sich ein richtiges Zuhause, wo sie die Sprache richtig beherrscht und Freunde finden kann. Oft besuchte sie mit ihrer Mutter ihre Oma in Bremen, Deutschland. Sie ist einer der wichtigsten Menschen in Amiras Leben und hat ebenso wie Amira eine sehr spannende Lebensgeschichte zu erzählen.

Als diese merkte, wie wohl ihre Enkelin sich bei ihr fühlte, bot sie ihr an bei ihr einzuziehen, was sie auch tat, und von da an ging ihr Leben der Normalität zu.

Derzeit lebt sie also alleine weit weg von ihren Eltern in einem großen Haus.

Ihre 73 jährige Mitbewohnerin und Oma Anusha ist für drei Monate auf Reise, doch so lange kommt sie gut zurecht.

 

Mit 16 Jahren putzen, kochen, einkaufen, Schule und arbeiten ist schon sehr hart, aber sie sieht alles immer positiv und jeden Tag, an dem sie für sich selbst sorgen muss, als eine Art Erfahrung und Vorbereitung auf ihr zukünftiges Leben.

Morgens aufstehen, in die Schule, kochen und lernen, anschließend zur Arbeit, um über die Runden zu kommen und ab ins Bett. Das ist ihr neues Leben, aber jetzt fragen wir uns:

War es nicht viel spannender durch die verschiedenen Länder zu reisen und neue Kulturen und Sprachen zu erkunden?

Amira sieht alles ganz anders. Es machte Spaß zu sehen, wie das so in den verschiedenen Ländern abläuft, aber es war auch sehr belastend.

Jedes Mal ein neues Land, eine neue Sprache und immer war sie „die Neue“ oder „die
Außenseiterin“ ihrer Gesellschaft.

Ihre Schwestern sind viel älter und zu ihren Eltern führt sie auch keine gute Beziehung. Alles in allem hatte sie nichts , woran sie sich wirklich festhalten konnte.

Jetzt ist sie umso glücklicher, mich, ihre beste Freundin, als Nachbarin und mit der „coolsten und smartesten Oma der Welt“, unter einem Dach zu leben.

Sie hofft, eines Tages ihren Kindern über ihr früheres Leben zu berichten und möchte diesen ein Leben nach ihren eigenen Interessen ermöglichen.

 

Honia, 9b

 

 

Als ich vergangene Woche meine Großtante 2. Grades, Herta Kedzieski (geborene Bronnemann), 93 Jahre alt, interviewt habe und ihr dabei einige Fragen bezüglich ihrer Flucht aus Litauen im 2. Weltkrieg gestellt habe, erzählte sie mir Erstaunliches. Als ich sie angerufen habe und ihr erzählt hatte, dass ich sie interviewen wollen würde, fand sie das wunderbar und beantwortete mir meine Fragen mit einer schönen Geschichte. Als ich sie fragte, wie alt sie bei der Flucht gewesen sei, meinte sie, dass sie 14 Jahre jung war und eigentlich nicht fliehen wollte, da sie zuhause einen Bauernhof hatten und dort alles für sie perfekt war. Doch ihre Eltern drängten sie, da sie Angst vor der russischen Armee hatten. Sie wollte nun mal bei ihren Freunden bleiben, doch als diese auch aus Litauen flohen, gestand sie sich ein, dass es wohl das beste wäre, auch zu gehen. Sie erzählte mir, dass ihr Bruder beim Packen fast alle seine Anziehsachen mitnehmen wollte, was natürlich nicht ging. Sie fand es auch schwer, sich von ihren Sachen zu trennen, aber sie hatte nicht so viel, was ihr das Packen erleichterte, meinte sie zu mir.

 

Ich fing mit der nächsten Frage an und sie fand es schön, dass sie jemand noch in ihrem hohen Alter interviewt, sagte sie mir, bevor ich die Frage stellen konnte. Ich fragte was das schlimmste Erlebnis sei, welches sie auf der Flucht erlebt habe. Sie musste kurz schlucken, bevor sie mir die Geschichte erzählte, das konnte man hören. Sie erzählte, dass sie mit der Wilhelm Gustloff, dem größten Schiff, welches damals existierte, fliehen wollte. Doch ihrer Mutter ging es nicht gut und sie machte sich mit einer Freundin, die mit ihrer Familie geflohen war, auf den Weg, ein wenig Essen zu finden. Sie fanden ein paar Zwiebeln, Tomaten und Kartoffeln, sagte sie, und dann trafen sie auf eine kleine Soldatengruppe aus sechs Mann, welche gerade Pause machten. Fünf von ihnen haben geschlafen oder es probiert, während die sechste Person einem laut seiner Aussage vier Tage totem Pferd das Fleisch abschnitt. Es roch vergammelt und einfach nur widerlich, als er es in den Kochtopf warf, stank es noch schlimmer, meinte Herta. Sie bat dem jungen Soldaten eine Zwiebel an, damit das Essen nicht so schlimm roch, die anderen Soldaten bekamen allerdings nicht mal mit, dass ihr Kamerad etwas probierte zu kochen. Doch als der Soldat die Zwiebel dankend entgegen nahm, sie kleinschnitt und ihn den Kochtopf warf, roch es so lecker, als ob man grade einen Schmorbraten oder ähnliches kochen würde. Die Soldaten wurden alle magisch wach und probierten die Freundin von Herta und sie zu überreden zum Essen zu bleiben, doch da sie wusste, dass dort vergammeltes Pferdefleisch drin war, hatten die beiden abgelehnt. Später mussten sie und ihre Freundin sich übergeben, erzählte mir Herta. Ich fand die Geschichte faszinierend.

 

Ich fing mit der nächsten Frage an. Hast du jemanden oder etwas Wertvolles im Krieg verloren, fragte ich Herta. Einen Moment Stille, sie sagte, sie müsse nachdenken, da sie so vieles verloren hatte. Sie erzählte mir von ihrem Onkel und seinem Sohn, welche bei der Flucht aus Litauen einfach nicht mehr konnten und auch nicht mehr wollten. Sie sagten ihrer Familie, dass sie, sobald der Krieg vorbei sei, sich in Litauen wieder treffen wollen. Sie traten die Heimkehr an, doch weder Herta noch sonst jemand hatte jemals wieder etwas von ihnen gehört. Herta meinte zu mir, dass sie persönlich daran glaubt, dass beide in ein Arbeitslager kam und entweder dort gestorben sind oder neue Namen bekommen haben. Ich hatte Gänsehaut. Ich fand es gruselig, dass man damals nicht mal dem Nachbarsland trauen konnte. Sie sagte zu mir, dass die Geschichte ziemlich schlimm war und ich jetzt eine aufheiternde Geschichte hören solle.

 

Ich war gespannt. Was könnte zur Kriegszeit Aufheiterndes passiert sein? Sie erzählte mir von Walther Auerbach, 23 Jahre jung, welchen sie im Flüchtlingsheim kennengelernt hatte. Ein deutscher Flieger, welcher mit seinen zwei Freunden zu Besuch vorbei kam. Sie meinte, dass er sich direkt in sie verguckt haben soll. Er verbrachte den restlichen Abend mit ihr und sagte ihr am Ende, dass sie am nächsten Nachmittag beim Deich in den Himmel schauen soll, er würde dort nur für sie und ihre Freunde ein paar Kunststücke mit seinen Freunden fliegen. Sie dachte, er würde bloß irgendwas erzählen, um sich bei ihr einzuschmeicheln. Doch als sie am nächsten Nachmittag mit ihren Freundinnen auf dem Deich Akrobatik-Sport trieb, hörte sie Flugzeuge herbeifliegen. Sie sah drei deutsche Kampfflugzeuge, die Loopings und andere Kunststücke verübten, sie fand es wunderschön und hätte nicht gedacht, dass er einhält, was er verspracht.

 

Ich fragte sie, ob es einen Moment gab, den sie nicht vergessen könne und sie antwortete wie aus der Pistole geschossen ,,Ja und wie“. Sie meinte, dass es das größte Glück war, welches sie je erlebt habe, ironischerweise war dies im Unglück. Sie fragte mich, ob ich mich noch an die Geschichte mit der Wilhelm Gustloff erinnere, was ich bejahte. Sie sagte, dass sie eigentlich an dem Tag wo sie nach Essen mit ihrer Freundin suchte, mit dem Schiff fliehen sollten, doch ihrer Mutter ging es nun einmal zu schlecht. Sie war traurig, dass sie nun eine weitere Woche warten mussten, bis das Schiff sie abholen würde, doch ca. 24 Stunden später war sie extrem glücklich, dass sie das Schiff verpassten. Die Wilhelm Gustloff, das größte Lazarettschiff der Welt, wurde an dem Tag von einem U-Boot getroffen und sank darauf hin auf den Meeresboden. Dies war die verlustreichste Schiffskatastrophe mit über 9.000 Menschen in der Geschichte. Mir stiegen die Nackenhaare auf, ich dachte, ich hätte nicht richtig zugehört. Ich war so erstaunt und gleichzeitig fassungslos, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Ich sagte zu ihr, dass es viel mehr als bloßes Glück war, welches dort im Spiel war.

 

Heute ist Herta Kedzieski 93 Jahre alt und lebt alleine in Michigan, USA und wird täglich von ihrem Sohn Brian besucht.

 

 

 

Lennart, Jahrgang 9

 

 

 

 

 

 

 

Am 28. März 2019 fand der jährliche Zukunftstag statt. Dieser landesweit festgelegte Schnuppertag dient dazu, Schülern*innen Eindrücke, Erfahrungen und Informationen hinsichtlich des zukünftigen Berufslebens zu ermöglichen. Auch die Schüler*innen unserer Schule hatten die Möglichkeit, sich einen Platz bei einem Betrieb zu suchen. Sie wurden an diesem Tag auf Antrag der Eltern vom Schulunterricht freigestellt. Die Schüler*innen, die keinen Platz bei einem Betrieb gefunden haben, mussten am Schulunterricht teilnehmen. Am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium wird die Teilnahme am Zukunftstag regelhaft von der 5. bis zur 8. Klasse angeboten. Schüler*innen der Oberstufe können sich auf Antrag ebenfalls beteiligen. Der 9.Jahrgang, der gerade aus dem dreiwöchigen Betriebspraktikum zurückgekehrt ist, muss sich hingegen voll dem Unterricht widmen.

Dieser Tag wird auch Boys- oder Girlsday genannt, weil sich Jungen einen Einblick in einen typischen Frauenberuf im sozialen, pädagogischen oder pflegerischen Bereich verschaffen sollen. Mädchen wiederum sollen einen Einblick in einen typischen Männerberuf im technischen, naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Bereich erhalten und so vielleicht Mut finden, sich in diese Richtung zu orientieren. Langfristig soll es keine typischen Frauen- oder Männerberufe mehr geben!

Nur wenige Schüler*innen waren nicht so begeistert von ihrem Tag – sie wurden von den Mitarbeiter*innen nicht gut integriert und hatten lange Pausen. Der Großteil der Schüler*innen jedoch war sehr zufrieden mit dem Zukunftstag. Sie fanden es toll, einen Tag lang einen Beruf kennenzulernen. Sie wurden sehr freundlich und engagiert von den Mitarbeiter*innen der Betriebe aufgenommen und ihnen wurde der ganze Betrieb von innen gezeigt. Sie wünschen sich, dass es solche Tage häufiger im Jahr gäbe.

 

Melissa, Rosa, Lila und Pink

Jahrgang 9, WP-Kurs „Schülerzeitung“

 

 

Am 25. Februar startete das jährliche Berufspraktikum der neunten Klassen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums. Das Praktikum hat drei Wochen gedauert und endete am 15. März. Die Schüler*innen konnten sich schon sehr früh im Unterricht darauf vorbereiten. Die Deutsch- und die WAT-Lehrer*innen übten regelmäßig und fleißig mit den Schülern*innen, wie man Bewerbungen und Lebensläufe verfasst. Die Schüler*innen wurden solange auf alles vorbereitet, bis sie selbstständig zurechtkamen. Für die meisten Neuntklässler*innen war dies die erste Bewerbung ihres Lebens. Das Praktikum selbst bot einen kleinen Einblick in die Zukunft und ins stressige Berufsleben.

 Wir haben einige Schüler*innen befragt, wie es für sie war, drei Wochen im täglichen Berufsleben zu stehen. Die meisten erwiderten, dass es ihnen sehr gut gefallen habe und es besser gewesen sei als am Unterricht teilzunehmen. Jedoch können sich viele von nicht vorstellen, den im Praktikum kennengelernten Beruf später auch auszuüben.

 

 Melissa, Rosa, Lila und Pink

Jahrgang 9, WP-Kurs „Schülerzeitung“

 

 

Sportschuhe quietschen auf dem Boden und Bälle fliegen durch die Halle. Jede*r strengt sich an und Punkte werden gesammelt. Die Schüler*innen in den Mannschaften agieren gemeinschaftlich und ehrgeizig, um das gegnerische Team zu schlagen. Vom 11.02. bis zum 15.02.2019 entpuppten sich beim Sportturnier der Mittelstufe wieder wahre Sportskanonen. Von der 5ten bis zur 9ten Jahrgangsstufe verbrachten fast alle Klassen jeweils einen Tag in der Sporthalle, um ihre Parallelklassen in einer zuvor trainierten Sportart zu besiegen.

Im 5ten Jahrgang drehte sich das Turnier um Reboundball, einer Basketball ähnlichen Sportart. Aufgabe ist es, einen Ball so gegen das Basketballbrett zu werfen, dass ein*e Mitspieler*in der eigenen Mannschaft den Ball anschließend fangen kann. Wer im Ballbesitz ist, darf nur zwei Schritte laufen, bevor der Ball wieder abgespielt werden muss. Dieses Turnier fand am Montag der Sportwoche statt und gewonnen hat die Klasse 5b.

Im 6ten Jahrgang wurde Fußball gespielt. Die meisten Tore erzielte die Klasse 6a und wurde somit Jahrgangssieger.

Die Schüler*innen der 7. Klassen, die eigentlich ein Schwimmturnier gehabt hätten, konnten dieses Jahr leider nicht teilnehmen. Deshalb wird es höchstwahrscheinlich in der Zukunft ersatzweise ein Basketballturnier im 7. Jahrgang geben.

Die Klassen des 8ten Jahrgangs spielten Badminton und die Klasse 8c gewann den Wettbewerb.

Der 9te Jahrgang spielte Floorball bzw. Hockey und die Klasse 9a erreichte mit Abstand den ersten Platz.

Die Gewinnerteams bekamen einen Pokal und Urkunden, die sich nun in den jeweiligen Klassenräumen befinden, weil die Schüler*innen sehr stolz darauf sind. Insgesamt ging es aber natürlich nicht nur darum zu gewinnen, sondern vielmehr um die Teilnahme und den Einsatz für das Team.

 

Wir bedanken uns bei allen Lehrkräften, die vor Ort waren und für Ordnung sorgten. Die Sportwoche bekam ausnahmslos gutes Feedback, weshalb wir uns auf das nächste Mal freuen können.

 

 Alina und Sina

9.Jahrgang, WP-Kurs „Schülerzeitung“

 

 „Ich möchte Offizierin in der Bundeswehr werden.“ Aus diesem Grund möchte eine Schülerin das Abitur machen und informiert sich an unserem Hospitationstag über die Gymnasiale Oberstufe des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums.