Schülerzeitung

  • Der Flieger landet, man kann nichts mehr auf den Kameras, die am Heck des Airbus A380 montiert sind, erkennen - nur grau. Die Frau in der Reihe vor uns schlägt auf den Bildschirm ein, immer noch, das Bild ist und bleibt grau, in den verschiedensten Tönen, die es von grau gibt.

     

    Alle klatschen, die Tür wird aufgemacht, nach und nach verlassen die Passagiere das Flugzeug, selbst die Mutter mit dem Baby, die ganz vorne sitzt, steigt aus. Mein Blick schweift zum Fenster, wie auf den Kameras: grau, doch man kann ein großes glänzendes Gebäude erkennen, davor flitzt ein kleiner weißer Lieferwagen mit orangen Aufklebern und einer orangen Sirene entlang, es ist das Hauptflughafengebäude Pekings, mit einem „Follow me“ Auto.

     

    Auch wir steigen aus, kaum stehen wir auf der Gangway, beißt in der Nase ein unangenehmer Geruch, ja fast zum Erbrechen, jede Person, die aussteigt, setzt einen Atemschutz auf, jetzt ergibt alles einen Sinn, alles was wir mit Hilfe der Tagesschau verfolgt haben: Das graue, ja nebelige, stinkende und die Atemschutzmasken: Es ist Smog.

     

    Wir setzen uns ins Auto, abgesehen davon, dass Chinesen ihren ganz eigenen Fahrstil und Führerschein haben, haben die Einwohner von Peking auch besondere Straßen: Die Straßen sind Ringe, die um das Zentrum Pekings kreisen. Das Zentrum ist die sogenannte „Verbotene Stadt“, hier lebten einst die Kaiser, die regiert haben, doch heute ist der Palast die größte Touristenattraktion der Stadt Beijing. Der Kaiserpalast, welcher im Jahre 1406 fertig gestellt wurde, besitzt 150 000 m² bebaute Fläche mit 8704 Räumen und eine Gesamtfläche von 720 000 m². Damit die in den aktiven Zeiten des Palastes nacheinander in ihm lebenden 24 Kaiser nicht gestört wurden, schützt eine 3428 Meter lange und 10 Meter hohe Mauer den gigantischen Komplex.

     


     

    Allerdings ist nicht nur die „Verbotene Stadt“ ein riesengroßer Touristenmagnet, sondern auch die sich über 6000 km lang von der Bohai-Küste bis in die Wüste Gobi erstreckende, „Changcheng“ - übersetzt: „Lange Mauer“ (bekannter unter dem Namen „Chinesische Mauer“), sie ist einen Besuch immer Wert. In alten chinesischen Maßen, ist sie rund 10.000 Li lang, weshalb ihr Zweitname auch „Wan Li Cheng“ übersetzt: „Zehntausend-Li-Mauer“ ist. Die Qin-Dynastie begann im 7. Jahrhundert vor Christus sie zu bauen. Der Grund weshalb sie gebaut wurde, lag darin, dass die Nachbarländer anfingen, sich auszubreiten und ihre Armeen zu verstärken. Um den eigenen Staat und die Bevölkerung zu schützen, wurde entlang der Staatsgrenze erfolgreich eine Mauer gebaut. Die Arbeit an ihr dauerte 170 Jahre, während drei Kaiserhäuser regierten, die Qin-, Han- und Ming-Dynastie, danach interessierte nicht niemand mehr für dieses Großprojekt, weshalb die Mauer verfiel, doch heute sind Teile davon restauriert worden, sodass sie nicht einsturzgefährdet ist, wenn zu diesen Teilen jährlich 8,2 Millionen Touristen strömen.

     

     

    Neben der Verbotenen Stadt gibt es noch eine Reihe weiterer Tempel, in denen die Kaiser früher wohnten, zum Beispiel den Sommerpalast, den die Kaiser (wie der Name schon sagt) in den Sommermonaten als Residenz nutzten. Er wurde im Jahre 1709 erbaut, besaß 140 Gebäude, wurde jedoch von englischen und französischen Truppen im Jahre 1860 zerstört. Der neue Sommerpalast wurde vier Kilometer weiter auf und um dem Hügel der Langlebigkeit, direkt am Kunming-See, gebaut.

     

    Ein weiterer sehenswerterTempel ist der „Tiantan“ (Himmelstempel). Er wurde unter der Herrschaft der Ming-Dynastie erbaut und diente dem chinesischen Kaiser als Ort „den Himmel anzurufen“ und eine gute Ernte zu erbitten, da der Kaiser in China als Gesandter des Himmels auf Erden galt und somit mit dem Himmel während einer feierlichen Zeremonie in Kontakt treten konnte.

    Genau diese Zeremonie brachte nicht wenige Kaiser zu Fall, da man nach heutigem Wissensstand nicht mit dem Himmel kommunizieren und somit nicht den Ernte-Ertrag verbessern kann. Das chinesische Volk dachte aber, dass ihr Kaiser das Wohlwollen des Himmels verlor, wenn es mehrere schlechte Ernten gab. Damit hat der Himmel ihren Gesandten abgestoßen, weshalb der Kaiser aus Sicht des Volkes nicht mehr das Recht hatte, das Land zu regieren.

     


     

    Es gibt in Peking nicht nur Tempel, sondern auch Plätze, zum Beispiel den Tiananmen-Platz, er heißt eigentlich „Platz des Tores des Himmlischen Friedens“ benannt nach dem Haupteingangstor der Verbotenen Stadt (Tor des Himmlischen Friedens). Er wurde von chinesischen Kommunisten gebaut, nachdem sie den chinesischen Bürgerkrieg gegen die Regierung gewannen. Er wurde gebaut, damit man hier Massenaufmärsche mit über einer Million Teilnehmern organisieren kann. Bis heute ist er einer der größten Versammlungsplätze der Welt, auf ihm wurde auch die Volksrepublik China von Mao Tsetung (einem Kommunisten) ausgerufen, außerdem fanden hier noch eine Menge weiterer Aufstände und Proteste statt, wobei einige wenig später blutig von der Regierung niedergeschlagen wurden.

     

    Zu einem ganz besonderen Thema, das zu Peking gehört, habe ich eine Person befragt, die mehrere Jahre dort lebte, und zwar zum Thema Hutongs. Hutongs sind enge Gassen, die sich durch die Altstadt schlängeln, sie sind so eng, dass nicht einmal Autos sie befahren können, darum nutzen die Chinesen gerne Fahrräder oder modifizierte Fahrräder mit einem Motor. Sie sind symmetrisch um die Verbotene Stadt angeordnet, denn früher wohnten hier die Angehörigen der kaiserlichen Familie und die wichtigsten Berater. Hutong bedeutet so viel wie „umschlossener Innenhof“, da die Häuser im Quadrat gebaut wurden und es in der Mitte einen Innenhof gibt, der nicht überdacht ist, wo man gekocht, gespielt, gewaschen und gegessen hat. Die Häuser haben meist ein oder zwei Stockwerke und die sanitären Einrichtungen müssen mit mehreren Nachbarn geteilt werden.

     

    Beijing hat nicht nur „alte Steine“ zu bieten, sondern noch vieles mehr:

     

    Das erste Beispiel ist das Pekinger Olympiagelände, welches für die Olympiade 2008 erbaut wurde, die zwei bekanntesten und größten Gebäude auf dem 70.800 m² großen Areal sind das Schwimmbad und das Leichtathletikstadion. Das Schwimmbad ist besser bekannt als „Water Cube“, es sticht durch seine außergewöhnliche wabenförmige Leichtbaukonstruktion mit Folie heraus, die ähnlich wie bei der Allianz-Arena angestrahlt werden kann, doch die Form ist etwas anders, sie ähnelt der eines Würfels. Der „Water Cube“ beherbergt 10 jeweils 50 Meter lange Bahnen, ein Sprungbecken mit drei Sprungtürmen und den Platz für siebzehntausend Zuschauer, welche bei der Olympiade komplett besetzt waren. Außerdem birgt der Water Cube Chinas größtes Spaßbad. Der Wasser Park besitzt ein großes Wellenbecken, eine ziemlich große Kinderecke und mehrere Rutschen, auch Looping- und Trichterrutschen. Das Leichtathletikstadion sagt den meisten erst etwas, wenn der Begriff „Vogelnest“ fällt, denn das Stadion ist oval, mit vielen Stahlverstrebungen, sodass es an ein überdimensionales Vogelnest erinnert.

     


     


     

    Das zweite Beispiel ist der Pekinger Tierpark, er ist einer der größten Zoologischen Gärten auf dem Kontinent Asien und der bedeutendste Tierpark in China, denn er wurde für die Olympiade vergrößert, er besitzt jetzt fast 100 Hektar und rund 1500 verschiedene Tierarten. Das Umbauen hat sich gelohnt, da der Zoologische Garten jährlich bis zu zwölf Millionen Besucher anlockt, doch es war nicht immer so, der Tierpark wurde vor über einhundert Jahren gegründet, er erlebte die Entstehung der Republik China, inklusive der Invasion japanischer Truppen während des zweiten Weltkriegs und das hinterließ Spuren: Als die Volksrepublik China ausgerufen wurde, verfügte der Zoo nur über eine Handvoll Tiere. In den folgenden Jahrzehnten wurde dies jedoch Schritt für Schritt wieder ausgebaut.

     

    Peking ist heute auf der einen Seite eine moderne Millionen-Metropole mit 8spurigen Autobahnen und vielen, vielen Wolkenkratzern, mit überdimensionalen Shopping-Centern, in denen alle Weltmarken vertreten sind. Auf der anderen Seite sind die vielen erhaltenen Bauten aus der Kaiserzeit, die einen interessanten Kontrast dazu bilden.

     

         

    Egal, ob Tierpark, Spaßbad, Paläste, Tempel oder Chinesische Mauer, Peking und die umliegende Region ist immer eine Reise wert.

  • Der Wolf. Er wird häufig als gefährliche, sehr große und böse Kreatur dargestellt. Doch wie ist er wirklich? Wo lebt er und was denken wir Menschen über ihn? All diese Fragen möchte ich mit diesem Artikel klären.

     

    Früher war der Wolf einmal das am weitesten verbreitete Raubtier der Welt. Bis hin zum 17. Jahrhundert lebte er in Asien, Europa, Nordamerika und auch in Teilen Nordafrikas. Doch dies sollte sich bald ändern: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Wolf verfolgt, gejagt und vielerorts ausgerottet. Der Grund für das Ausrotten des Wolfes war der Konflikt mit der Nutztierhaltung. Der Mensch begann die Wälder zu zerstören, so ging die Anzahl der Beutetiere des Wolfes zurück und die Anzahl der Nutztiere des Menschen stieg. Der Wolf musste sich also anpassen und machte nun Jagd auf die Nutztiere. In West- und Mitteleuropa galt der Wolf dann als komplett ausgerottet.

     

    Aber es gibt gute Nachrichten. Seit einigen Jahren siedeln sich wieder Wölfe in Deutschland an. Man geht davon aus, dass etwa 150-160 (Stand: November 2017) erwachsene Wölfe derzeit hier leben. Die Chancen für ihr Überleben stehen sogar sehr gut. Sie können sich gut anpassen und sowohl in warmen als auch in kalten Gebieten leben. Vor allem aber lebt er heute in Nordamerika, in asiatischem Raum und in Europa.

     

    Doch das Auftauchen des Wolfes bringt Konflikte. So wie früher werden Nutztiere angegriffen. Das ist ein Problem für die Landwirtschaft. Kleinere Bauern haben Angst um ihr Vieh und um ihre Existenz. Deswegen gibt es einige, die für die Jagd auf den Wolf sind. Das ist wiederum nicht erlaubt, denn der Wolf hat Rechte. Seit rund 30 Jahren wird er durch sie geschützt. Es gibt das internationale, europäische und deutsche Recht. Die Rechte sagen aus, dass der Wolf nicht geschossen werden darf. Es gibt aber eine Ausnahme: Der so genannte „Problemwolf“ darf geschossen werden. Ein „Problemwolf“ ist zum Beispiel ein Wolf, der einen Menschen bedroht oder ihm nur zu nahe kommt.

     

    Wird gegen das deutsche Gesetz verstoßen, gibt es eine Strafe. Je nach Art des Verstoßes kann es zu hohen Geldstrafen oder sogar zu fünf Jahren Freiheitsentzug kommen!

     

    Sogar die Politik ist in verschiedener Hinsicht gegen den Wolf. Die CDU/CSU und die SPD wollen die Ausbreitung unter Kontrolle halten, die FDP will den Wolf sogar zum Abschuss freigeben! Sie sagen, dass der Wolf eine „jagdbare Tierart“ im Bundesgesetz sein soll, denn es gebe zu viele tote Nutztiere und die Anzahl würde steigen. Sie wollen u.a. auch verhindern, dass sich der Wolf an den Menschen gewöhnt. „Die Sicherheit des Menschen hat dabei oberste Priorität.“

     

    Auf die Einstellung der Politiker reagieren viele geschockt. Organisationen kämpfen gegen die Politik an. Sie äußern Vorschläge, geben Informationen über den Wolf heraus und machen die Bevölkerung auf die Situation aufmerksam. Sie wollen mehr Schutz für die Nutztiere. Die Politik soll die Bauern unterstützen. Elektronische Zäune sind zum Beispiel eine Option. In manchen Regionen in Deutschland gibt es diese Zäune auch schon und dort sollen die Angriffszahlen gesunken sein.

     

    Ich habe mit Familie und Freunden über das Thema gesprochen. Sie freuen sich, dass der Wolf zurück ist. Allerdings können einige auch die Lage der Bauern verstehen. Wenn die Nutztiere getötet werden, ist das ein hoher, sehr teurer Verlust. Deshalb sind sie auch der Meinung, dass die Bauern Unterstützung bekommen sollten. Die Politik sollte sich lieber um die Sicherheit der Nutztiere kümmern, anstatt die Gesetze aufzuheben und die Wölfe ein weiteres Mal auszurotten!

     

    Ein Vormittag im Wolfcenter Dörverden:

     

    Um weitere Informationen über den Wolf zu bekommen, wollte ich mir selber einen Eindruck verschaffen und habe mir die Tiere einmal angesehen.

     

    Im Wolfcenter Dörverden habe ich eine Führung mitgemacht. Sie begann bei einem Rudel aus fünf Wölfen. Die Wölfe sind relativ klein, anders als man sie sich so vorstellt. Ihr Fell ist grau-braun und an manchen Stellen ein wenig weiß. Die Ohren sind aufgestellt, so sieht der Wolf sehr aufmerksam aus. Die Wölfe waren gerade am Fressen und wir beobachteten sie dabei. Währenddessen erzählte uns eine Frau, die die Führung leitete, einige interessante Informationen über den Wolf. Man konnte gut erkennen, dass es unter den Wölfen eine Rangliste gab: Der höchste in der Rangliste, der Leitwolf, durfte zuerst fressen. Erst als er fertig war, durften die anderen die Reste auffressen. Insgesamt lief es während ihres Essens ruhig ab. Nur einmal fletschte der eine Wolf seine Zähne, knurrte und machte dem anderen klar, dass das Stück Fleisch ihm gehörte. Was mir aber an ihrer Art besonders auffiel, war die Ähnlichkeit zum Hund: Die Gangart, die Art, wie sie fraßen und wie sie sich auf dem Waldboden wälzten. All das sieht beim Hund genauso aus.

     

    Wir gingen weiter und kamen zu einem anderen Gehege, in dem ein Hütehund mit ein paar Schafen lebte. Die Frau erklärte uns, wie gut ein oder mehrere Hütehunde eine Herde aus Nutztieren schützen können. Die Hütehunde werden in ihre Herde herein geboren. Sie werden dann ausgebildet und beschützen die Herde vor einem möglichen Wolfsangriff. Der Hütehund verscheucht den Wolf dann, indem er laut bellt und dem Wolf Angst einjagt. Er macht deutlich, dass es hier nichts zu holen gibt.

     

    „Werden die Bauern eigentlich unterstützt, wenn sie Vorsichtsmaßnahmen wie das Einzäunen der Weide oder anderes vornehmen wollen?“, fragte eine Besucherin. Interessiert sehen alle die Gruppenführerin an. Sie erzählt, dass es in Niedersachen solche finanziellen Unterstützungen gibt. Ein Bauer kann sich dort melden. 80% der Kosten werden dann von der Regierung in Niedersachsen erstattet. 20% muss der Bauer selbst dazu beitragen.

     

    Weiter geht’s! Wir gingen zu den beiden Wölfen „Dala“ und „Kimo“. Beide sind schneeweiß. Sie lagen etwas entfernt auf einem Hügel und dösten vor sich hin. „Wir wollen mal versuchen, mit ihnen zu sprechen.“, sagte unsere Gruppenführerin. Auf drei fingen wir alle an zu heulen. Dann lauschten wir, doch nichts passierte. Wir heulten noch zweimal, aber die Wölfe antworteten nicht. Gerade als wir aufgeben wollten, begannen Wölfe aus weiter entfernten Gehegen zu heulen. Dann heulte auch einer der beiden weißen Wölfe. Er stand plötzlich auf einem Hügel und warf seinen Kopf in den Nacken. Das Heulen war beeindruckend.

     

    Nach einiger Zeit hörten sie dann auf zu heulen und Ruhe kehrte ein. Die Führung war nun zu Ende. Ich ging noch eine Runde durch den eher kleinen Park und sah mir noch einmal die Wölfe an, bevor ich mich von ihnen verabschiedete.

     

    In einem Gebäude gab es noch eine Ausstellung, bei der man selber viel ausprobieren konnte. Es war sehr interessant zu testen, wie Wölfe hören oder sehen können.

     

    Alles in einem war es ein schöner Vormittag im Wolfscenter. Viele offene Fragen konnte ich aufklären und ich bekam einen Eindruck von den Wölfen. Ich habe gelernt, dass man überhaupt keine Angst vor Wölfen haben muss. Sie haben eher Angst vor uns. Und falls dir mal ein Wolf begegnen sollte: Mach dich möglichst groß und sei laut, denn dann merkt der Wolf, dass du nicht zu seinen Beutetieren gehörst und er geht lieber schnell weg.

     

    Es wäre schön, wenn der Wolf wieder zu unserer Tierwelt gehören würde und die Nutztierhalter die nötige Unterstützung bekommen würden, um ihre Tiere mit ausreichend Schutz halten können.

  • „Wie viele Siege hast du schon?“, „Ich habe zweimal hintereinander den epischen Sieg geknackt!“

    Solche Gespräche hört man mittlerweile überall, in jeder Zeit. Aber was ist Fortnite eigentlich und warum ist das derzeit so im Hype? Diese Fragen stelle ich mir sehr oft, vorallem weil sogut wie jeder, den ich kenne, darüber redet und es spielt. Aus dem Grund habe ich mir überlegt einen Interview mit fremden Leuten zu führen und Fragen rumd um das Thema Fortnite zustellen. Meine Fragen waren unter anderem:

            Kennen Sie das Spiel Fortnite, wenn ja woher und spielen Sie das?

            Wie oft spielen Sie das? (In der Woche, Stunden)

            Hat es einen Einfluss in Ihr Privatleben? (Vernachlässigung der Schule, Familie etc.)

            Warum spielen Sie das?

    Ich habe versucht so gut wie es geht alle Alters - und Geschlechtsgruppen zu erwischen.

     

    Im Roland Center angekommen, sind mir schon zwei jüngere Jungen entgegengekommen, diese Chance habe ich ausgenutzt. Es hat sich herausgestellt, dass einer von ihnen 14 und der andere 13 Jahre alt ist. Außerdem spielen beide Fortnite, aber nur, wenn sie keine Hausaufgaben oder andere schulische Aufgaben haben. Wenn sie es spielen, spielen sie 1-3 Stunden, kommt aber, wie gesagt, auf die Situation an. Ihrer Meinung nach hat das Spielen keinen Einfluss auf ihr Privatleben und spielen tun sie das nur, weil es ihnen Spaß macht.

     

    Als nächstes habe ich einen 16 Jährigen Jungen interviewt, der ebenfalls Fortnite spielt. In der Woche spielt er das Spiel 1-3 Stunden, am Wochende 4-5 Stunden. Anders als bei den vorherigen Jungs, lenkt er sich durch das Spielen ab und vernachlässigt so ab und an mal seine schulischen Leistungen. 

     

    Ich habe auch einige Mädchen gefragt (im Alter von 19 bis 21), aber leider wusste so gut wie keines, was das ist. Auch ältere Leute (im Alter von 45+) habe ich gefragt, ob sie je von dem Spiel gehört haben, aber Fehlanzeige.

     

    Alles in allem ist mir aufgefallen, dass die meisten die das Spiel Fortnite spielen, männliche, jüngere Leute sind. Um ehrlich zu sein, war ich echt überrascht, ich habe mir die Ergebnisse anders vorgestellt. Zum einen habe ich erwartet, dass auch viele Mädchen das Spiel kennen oder gar spielen, zum anderen dachte ich mir, dass die beiden Jungen-Gruppen das Spiel durch die große Reichweite entdeckt haben. Denn nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern wie z.B. in den USA ist das Spiel sehr bekannt.

     

    So, jetzt habe ich genügend Meinungen von anderen gesammelt und möchte mich selbst überzeugen. Ist Fortnite wirklich so super, wie alle behaupten?

    Durch ein Selbstexperiment konnte ich das herausfinden und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

     

    Zuerst musste ich mir das Spiel logischerweise auf meinem Laptop downloaden, dies klappte überraschenderweise schnell. Ich spürte schon, wie sich in mir ein mulmiges aber auch aufregendes Gefühl aufbaute, als ich verträumt auf den Ladebildschirm schaute.

    Vor dem Spielen habe ich mir noch sicherheitshalber sogenannte "Let´s Plays" auf YouTube angeschaut, damit ich im Spiel nicht ganz verloren bin. Solche Videos dienen der Unterhaltung der Zuschauer oder in meinem Fall als Hilfe.

    Nachdem das Spiel vollständig geladen hat, ging es auch schon los.

    Zuerst ploppte ein Feld auf, in dem ich mir einen Charakter aussuchen konnte. Ohne lange zu überlegen, drückte ich auf die Frau. Es folgte ein weiterer Ladebildschirm.

    Das erste, was ich sah, war ein Bus, welches über einer „Welt" flog. Die Perspektive war von oben. Durch den Lets Plays – Film, die ich mir ansah, wusste ich, dass ich mich entscheiden konnte, wo ich landen will bzw. wann mein Charakter aus dem Bus springt. Aber nicht nur ich, sondern auch meine Gegner sprangen aus dem Bus. Das Ziel ist nämlich dieses:

    Man soll sich in dieser Karte eine Basis einrichten und verteidigen, um sich vor den anderen Spielern (Feinden) zu schützen bzw. diese zu eliminieren. Denn der letzte Überlebende hat das Spiel gewonnen.

     

    Ich springe aus dem Bus und suche mir eine ruhige Gegend aus, wo nicht viele meiner Gegner landeten. Anschließend habe ich meine einzige Waffe entdeckt, die ich besitze, eine Spitzhacke. Mit dieser Spitzhacke kann ich Baumaterialien wie Holz, Stein und Metall abbauen, um damit Wände, Treppen und andere Formen errichten zu können.

    Jedoch sind Waffen und andere nützliche Gegenstände auf der Karte verteilt, die ich während des Spiels finden und aufsammeln muss. Die Karte war eine friedliche grüne Landschaft mit Bäumen und großen braunen Häusern; sie sah sogar relativ schön aus.

     

    Während ich ohne Bedenken herumlaufe und mit der Steuerung spiele, höre ich plötzlich Schüsse. Ich bekomme sofort Panik. Meine Hände fangen an zu schwitzen, ich spüre, wie mein Herz schnell rast. Vor lauter Panik weiß ich nicht, wohin ich drücken soll und renne einfach drauf los. Ich renne auf Häuser zu, ändere jedoch schnell meine Meinung, aufgrund meiner Gedanken dass sich jemand dort befinden könnte. Stattdessen verstecke ich mich hinter Bäumen und warte ab. Warte. Halte Ausschau. Warte.

    Anschließend ploppte eine Nachricht auf meinem Bildschirm auf:

    „In einer Minute zieht ein Sturm auf" Ein Sturm? Ja und jetzt? Verzweifelt krieche ich aus meinem Versteck und laufe orientierungslos herum. Ich kann sehen, wie die Zeit sich immer schneller verringert. Es sind nur noch 30 Sekunden. Schon wieder bekam ich Panik. Was ist dieser Sturm und was soll ich machen? Während ich wie blöd durch die Gegend laufe, sehe ich auf die Zeit: 3 Sekunden..2...1..0. Ein großer lilafarbener Sturm baut sich über die komplette Karte auf und trifft auch mich. Ich muss aus dem Sturm heraus. Ich renne los und versuche den Sturm einzuholen. Mein Lebensstand wird geringer. Ich renne und renne. Ich sehe wie die Blätter durch die Gegend fliegen und die Bäume sich wie wild schütteln. Einholen kann ich es nicht. Es ist zu schnell. Ich werde sterben.

    Plötzlich hält der Sturm vor mir an, doch ich bin immer noch im lilafarbenen Feld. Wenn ich es jetzt schaffe, aus diesem Feld zu entkommen, habe ich noch Chancen zu überleben.

    Vergeblich. Mein Lebensstand ist leer. Ich bin tot.

     

    Diese eine Runde genügte mir, um einen Eindruck zu bekommen. Das Spiel ist mir persönlich etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem der Kontent. Jedoch denke ich, dass es sehr interessant und cool sein kann, aber halt auch nur, wenn man es kann und versteht. Natürlich respektiere ich die Meinungen anderer und kann diese auch nachvollziehen, vor allem bei den Jungen. Sie spielen das Spiel wahrscheinlich, weil es ihnen Spaß macht, aber ich denke auch, dass es für sie ein großes Vergnügen ist, andere Leute zu eliminieren und ihre Umgebung zu schützen. Wir Mädchen haben in diesem Punkt, denke ich mal, andere Interessen.

    Zudem bin ich davon überzeugt, dass der Hype durch die große Reichweite und natürlich auch wegen des Kontents des Spiels entstand.

    Alles in einem ist das Spiel ein guter Langeweile-Killer oder eine Belohnung, falls man mal eine Auszeit braucht. Allerdings sollte man unbedingt aufpassen, dass man nicht in eine Sucht gerät und die Schule und die Familie nicht vernachlässigt.

  • Auch im Schuljahr 2017/18 war der WP-Kurs "Schülerzeitung" im Jahrgang 9 wieder sehr aktiv und hat unsere Homepage mit zahlreichen Beiträgen zum Schulleben bereichert.

     

    Zusätzlich sind im Rahmen des Unterrichts einige Reportagen entstanden, die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen:

     

    "Beijing - die Stadt der Gegensätze" - Tessa berichtet aus China

    "Er ist zurück" - Eine Reportage über die Rückkehr des Wolfes von Luca

    "Fortnite, warum der ganze Hype" - Ayca berichtet über einen Selbstversuch

    "Real Life Sucht" - Johnnys ironischer Beitrag zum "wahren Leben"

    "Sport, der sie am Leben hält" - Olivia, Paul, Tim, Jannik und Tom berichten über Hella Zamponis

    "Wo Vögel zwitschern" - Neues aus dem "Park Links der Weser" von Olivia

     

     

     

  • Die Oberstufe unserer Schule wird über ihre Zukunft informiert!

    Am Mittwoch, den 19.09.2018, fand eine Veranstaltung mit dem Thema Berufsorientierung in der Aula statt. Es kamen vier Wirtschaftsjunioren aus unterschiedlichen Bereichen. Die Wirtschaftsjunioren Maren Stein, Karina Pulke, Phillip Reinemann und Jan-Christian Karsten erläuterten die verschiedenen Möglichkeiten nach dem Abitur, wie z.B. direkter Arbeitseinstieg, Studium und Praktika.

    Zu Beginn sprachen sie über das Auslandsjahr. Sie erklärten, dass man im Auslandsjahr über einen festgelegten Zeitraum in ein anderes Land verreist, um die Schule dort weiterzuführen oder einen Job auszuüben. Bei dem Format „Work and Travel“ hingegen sei kein fester Rückflugtermin festgelegt. Dort gehe es darum, einen Job im Ausland anzunehmen (z.B. Kellner*in), um so eine gewisse Summe an Lebensunterhalt zu verdienen für den Aufenthalt im jeweiligen Land. Als dritten Aspekt stellten sie das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) vor, welches seit der Abschaffung des Wehrdienstes (2011) bekannt ist.

    Im Anschluss veranschaulichten die Wirtschaftsjunioren das Duale Studium. Hier werden die Ausbildung und das Studium gleichzeitig gemeistert. Sie erläuterten die Vorteile sowie die Nachteile des Dualen Studiums. Die Zeiteinsparung, das kleine Ausbildungsgehalt und keine lange Umstellung zählen deutlich zu den Vorteilen, während die Doppelbelastung und der Mangel der Freizeit große Nachteile sind.

    Sie erörterten ebenfalls die Vor- und Nachteile der Ausbildung sowie des direkten Arbeitseinstieges.

    Der Vortrag endete mit wertvollen Tipps zu Bewerbungen – wichtig sei, welchen Eindruck man hinterlassen wolle.

     

     

    Canel, Christina, Morsal und Honia

    Jahrgang 9, WP-Kurs „Schülerzeitung“

     

  • Vom Mittwoch, den 22.08.2018 bis Freitag, den 24.08.2018 fand der diesjährige Bremen-Global-Championship – Wettbewerb mit dem Thema „Planet Wasser“ im Sportgarten statt. In Bremen nahmen 16 Klassen aus unterschiedlichen Schulen teil. Aus dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium waren die Klassen 9b und 9c vertreten. Jede Klasse bekam vor den Sommerferien ein Land zugeteilt, zu dem sie ein Projekt anfertigen und dies an die Organisatoren abschicken sollte. Während die Klasse 9b sich mit Spanien beschäftigte, konzentrierte sich die Klasse 9c auf Usbekistan.

    Im Sportgarten war ein Fußballturnier, welches nach Streetsoccer-Regeln gespielt wurde, Teil des Wettbewerbes. Jede Klasse hatte eine geschlechtergemischte Mannschaft, je zwei Mädchen und vier Jungs bildeten ein Team. Da es einen Fairnesspokal zu gewinnen gab, mussten die Mannschaften dies auch bei ihrer Spielweise berücksichtigen. Die Fairnesspunkte verteilten die gegnerischen Mannschaften am Ende des Spiels.

    Der Wettbewerb bestand zudem aus verschiedenen Stationen, welche man mit Wissen und Teamarbeit erledigen musste. Die Stationen hatten viel mit Wasser bzw. dem Sparen von Wasser zu tun. Am Freitag, dem Finaltag, fand die Siegerehrung statt. Dort wurden auch die besten Fußballspieler verkündet: Aus unserer Schule waren David und Colin aus der 9b dabei. Zu gewinnen gab es drei Pokale und verschiedene Ausflüge wie beispielsweise ein Besuch ins Kino.

    Der Fairnesspokal ging an das Land Usbekistan, also unsere 9c, da sie sehr rücksichtsvoll und fair gespielt haben. Das Land Israel gewann das Fußballturnier und holte sich den Fußballpokal (9g, Oberschule an der Lehmhorster Straße). Und der Gesamtsieger des Bremen Global Championships 2018 wurde das Land Spanien und damit die Klasse 9b unserer Schule! Sie überzeugte an den Stationen und erreichte beim Fußball den 2.Platz.

     Am Ende der Veranstaltung wurde eine Choreographie aufgeführt, welche von Schülerinnen der teilnehmenden Klassen an den Qualifikationstagen geprobt wurde. 

    Die 9b und 9c unserer Schule fanden den Bremen Global Championship sehr unterhaltsam und haben sich dort mehrheitlich sehr wohl gefühlt.

     

     

    Canel, Christina, Morsal und Honia

    Jahrgang 9, WP-Kurs „Schülerzeitung“

     

     

  • Am Dienstag, den 04.09.2018, fand der diesjährige Projekttag unserer Q1 statt. Dieser Tag ist der offizielle Start für das unter Schüler*innen als „P5“ bekannte Projekt der Q-Phase, welches Bestandteil des Abiturs ist und im Januar 2019 abgeschlossen wird.

    Wie jedes Jahr wurden von den Lehrer*innen Oberthemen in den verschiedenen Profilen festgelegt. Dazu können die Schüler*innen in Gruppen eigene Unterthemen aussuchen, zu denen sie ein Produkt erarbeiten. Produkte können z.B. Filme, Theateraufführungen, Modelle oder Facharbeiten sein. Ein wesentlicher Aspekt des Projekts ist die fächerübergreifende Thematik. Wir durften am Projekttag das Englischprofil, betreut von Herrn Kausche, besuchen. Dort lautet das Oberthema “Social individual challenges of the 21st centuary“.In diesem Profil können die Schüler*innen ihren Leistungskurs Englisch mit den Grundkursen Darstellendes Spiel oder Politik kombinieren, da diese beiden Fächer zum Englischprofil gehören.

    Im Januar präsentieren dann die einzelnen Gruppen ihr Produkt und müssen anschließend in einem Prüfungsgespräch das Thema, das Produkt und den Entstehungsprozess erläutern. Auf diese Weise können die Lehrer*innen sehen, ob sich alle Schüler*innen der Gruppe intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Auch wenn man als Gruppe zusammen präsentiert, wird jede*r Schüler*in einzeln bewertet.

    Dadurch, dass das Projekt eine Verbesserung der eigenen Abiturnote ermöglicht, sind die Schüler*innen jedes Jahr sehr motiviert und mit viel Konzentration bei der Arbeit.

     

     

    Aline und Sina

    Jahrgang 9, WP-Kurs „Schülerzeitung“

     

  • Wenn man älter ist und sich seine Klassenfotos anschaut, kann man sich immer wieder an die Schulzeit erinnern.
    Auch dieses Jahr besuchte der Fotograf unsere Schule vom 26. bis zum 30.10.
    Der Theaterraum wurde in ein Fotoatelier verwandelt. Allen Klassen von Jahrgang 5 bis einschließlich Q2 wurde ein Termin zugewiesen, zu dem sie als Klasse gemeinsam sowie auch einzeln fotografiert wurden.

    Es wurden Klassenbilder, Spaßbilder und Einzelbilder in unterschiedlichen Positionen geschossen. Auf dem Klassenfoto wurden die Schüler*innen nach Größe hingestellt und zusätzlich hielt der Klassenlehrer ein Schild hoch, worauf der Name der Klasse stand. Für jede*n Schüler*in wurden vor einem weißen Hintergrund Portrait- und Bewerbungsbilder sowie weitere Fotos gemacht.
    Das Besondere in diesem Jahr war, dass man Freunde- und Geschwisterbilder machen konnte. Zu diesen Bildern gab es zusätzlich Konfetti und Requisiten dazu.

    Am Ende erhielt jede*r einen persönlichen Zugangscode, um die Bilder später online zu sehen und bei Gefallen auch zu bestellen.

     

    Melissa, Lila ,Pink, Rosa

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

  • Als am 25.10.2018 zum zweiten Mal in Folge die klaren Stimmen der Opernsänger durch die Aula des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums schallen, hören die Kinder aus den Jahrgängen 5-7 und aus umliegenden Grundschulen aufmerksam zu. Besonders gefällt ihnen, dass sie während des Stückes als Statisten einbezogen werden.

    In dem Stück ,,Cherubino mischt sich ein oder die Sache mit der Liebe“, einer Kinderoper von Wolfgang Amadeus Mozart, geht es um einen Mann, der von der Liebe nichts versteht. Er ist eifersüchtig auf seinen besten Freund, der wegen seiner Liebe zu seiner Freundin keine Aufmerksamkeit mehr für Cherubino hat. Deshalb bringt dieser mit einem Zauber die Beziehung und vieles mehr durcheinander.

    Zu sehen, was Cherubino mit diesem Zauber alles anrichtet, hat den Kindern großen Spaß bereitet. Es lohnt sich diese Oper anzuschauen, denn kein Zauberspruch auf dieser Welt kann eine wahre Liebe besiegen.

     

    Alina und Sina

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

  • Für viele Eltern ist der Elternsprechtag eine gute Möglichkeit, um auf dem Laufenden zu bleiben, was das schulische Verhalten ihrer Kinder angeht. Bei vielen Schüler*innen löst der Elternsprechtag jedoch kein gutes Gefühl aus, denn manchmal führen die Gespräche mit den Lehrkräften zu Konsequenzen zu Hause.

    Der Elternsprechtag an unserer Schule ist gut durchdacht und wird von Frau Giesa sauber organisiert. Bei der Organisation stehen die Lehrkräfte im Vordergrund: Sie müssen alle Termine selbst organisieren. Wenn eine Lehrkraft eine Präferenz zu einem gewissen Raum hat, kann dieser Wunsch auch geäußert werden. Die Klassenlehrkräfte bekommen Elternbriefe, die sie anschließend an die Schüler*innen austeilen. Die Schüler*innen haben die Aufgabe, ihre Eltern nach einem Tag und einem Zeitraum zu fragen und zu klären, mit welchen Lehrkräften sie sprechen wollen. Nachdem die Eltern diese Informationen in den Brief eingetragen haben, fragen die Schüler*innen bei den gewünschten Lehrkräften nach, ob der gewünschte Termin möglich ist.

    Von Frau Giesa erfuhren wird, dass der Elternsprechtag traditionell am Buß- und Bettag statfindet, weil dieser Tag früher ein Feiertag gewesen sei. Außerdem sei November der richtige Zeitpunkt, da die ersten Klassenarbeiten geschrieben seien und die Eltern jetzt noch nachhelfen könnten, damit das Halbjahreszeugnis positiv ausfällt.

    Wir haben 60 Schüler*innen befragt, ob sie ein gutes oder eher ein schlechtes Gefühl empfinden, wenn ihre Eltern die Lehrkräfte am Elternsprechtag aufsuchen. 66% der befragten Schüler*innen sagten, dass sie eher ein schlechtes Gefühl hätten und 34% sehen dem Elternsprechtag mit einem guten Gefühl entgegen. Auf unsere Frage, welche Konsequenzen sie erwarteten, wenn sie schlechte Noten schrieben, antworteten die befragten Schüler*innen Videospiel-Verbot, Handy-Verbot und Hausarrest. Wir fragten nach, mit welchem Gefühl die Schüler*innen auf ihre Eltern warten und erfuhren, dass einige ein beklemmendes Gefühl haben, während andere uns erzählten, dass sie gar keine Bedenken hätten.

    Bei einem der Termine wirkte der Raum aufgeräumt und die Tafel war sauber. Es kam uns nicht vor wie ein Sprechtermin, so wie wir uns ihn vorstellten, sondern es war eine schöne Atmosphäre. Als wir daraufhin einige Eltern befragten, wie der Besuch gewesen sei, meinten sie, dass die Räume ein entspanntes Gefühl gaben, aufgeräumt waren und bei den meisten etwas auf dem Tisch stand (z.B. Bonbons, Orangen oder etwas Süßes). Die Raumfindung im C-Gebäude war erschwert. Zum Teil gab es Sackgassen in den Gängen. Laut den Eltern waren die Toiletten schmutzig - solche Toiletten sollte man Schüler*innen nicht zur Verfügung stellen.

    Die Eltern berichteten uns, dass sie aufgeregt und angespannt zum Elternsprechtag gekommen seien und nach den Gesprächen entspannter gewesen seien.

     

    Eren, Lennart und Mohamad

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

     

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    Die Mitternachtsstunde schlägt und die Köpfe der Kinder sind voller Zahlen. Sie lösen begeistert die Aufgaben und haben Spaß am Rechnen.

    18 Uhr! Es ist soweit. Über 50 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 und 6 versammeln sich am 23.11.2018 an unserem Gymnasium, um zum ersten Mal an der Langen Nacht der Mathematik teilzunehmen. Ursprünglich kommt die Idee von einem Mathelehrer aus Schleswig-Holstein, doch sie verbreitete sich wie ein Lauffeuer über ganz Deutschland.

    Die Hauptleitung der Veranstaltung hat Frau Janning übernommen, doch auch viele andere Lehrer*innen sind vor Ort.

    Die Zeit von 18.00 bis 23.30 Uhr wird in zwei Phasen aufgeteilt, die in der Schule absolviert werden, während die 3. Phase von den Schüler*innen alleine zu Hause erarbeitet werden muss. Pro Phase müssen die Schüler*innen 10 Aufgaben bewältigen, die von Zeit zu Zeit anspruchsvoller werden. Nach den einzelnen Phasen werden die Aufgaben verglichen und online gestellt. Doch bis dahin ist es teilweise ein recht mühsamer Weg, da sich die Aufgaben als ziemlich knifflig entpuppen. Wie gut, dass sich einige Elternteile dazu bereit erklärt haben, an diesem Abend mitzuhelfen. Dank ihnen waren die Tische im Forum bis oben hin mit Verpflegung gefüllt, wo sich die Schüler*innen und betreuende Lehrkräfte immer mal wieder stärken und neue Energie tanken konnten.

    Es ist erstaunlich, zu welchen Leistungen die Schüler*innen am späten Abend noch in der Lage sind, um zum Beispiel eine Aufgabe wie diese zu lösen:

    Aufgabe 1.2: Schulbus

    In Geometrie-Dorf steigen heute 25 Personen in den Bus mit 66 Sitzplätzen nach Algebra-Dorf ein. Bei dieser Fahrt sind Stehplätze verboten. Beim ersten Halt steigen 16 Passagiere aus und 22 ein.

    Beim zweiten Halt steigen 28 aus und 31 neue Personen ein. Bei der dritten Bushaltestelle steigen 21 aus und 8 ein.

    Wie viele Passagiere sitzen im Bus höchstens vor dem Eintreffen in Geometriedorf und wie viele Fahrgäste können höchstens in Algebra-Dorf aussteigen?

     

    Mit etwas Glück kann unsere Schule gewinnen und dafür ausgezeichnet werden. Eins ist jedenfalls sicher: Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass diese Veranstaltung an unserer Schule stattgefunden hat. Im Gegenteil, es wird mit Sicherheit der Beginn vieler Nächte sein, die in den nächsten Jahren immer mehr Schüler*innen den Kopf rauchen lassen werden.

     

    Alina und Sina

    Jahrgang 9, WP-Kurs „Schülerzeitung“

     

     

     

  • Passend zu den Weihnachtsferien fand die diesjährige Weihnachtsfeier der 5. und 6. Klassen statt. Es herrschte sehr viel Harmonie, Weihnachtsstimmung und es wurden viele Weihnachtslieder von den Schüler*innen und Lehrer*innen gesungen. Die Lieder wurden vom Schlagzeug, Klavier und der Gitarre begleitet. Ein Schüler und eine Schülerin haben einzeln ein schönes Klavierstück vorgeführt. Es wurde von drei Schülern eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen und es gab ein Weihnachtstheaterstück zu sehen. Dies wurde alles von den Schüler*innen im Unterricht einstudiert. Die Klasse 6a hat sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: Jeweils zwei bis drei Schüler*innen haben in einer anderen Sprache ,,Frohe Weihnachten“ gewünscht. Zum Schluss wurde noch einmal ein gemeinsames Weihnachtslied gesungen und es wurden schöne Ferien und Frohe Weihnachten gewünscht.

     

    Melissa, Rosa, Pink, Lila

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

  • Von Gegner*innen wird sie oft unterschätzt, jedoch steckt sie voller Elan. Sarah Ryglewski – eine Frau mit Power und Selbstbewusstsein. Sie setzt sich für die Bürger Bremens und deren Interessen ein, da sie sich schon immer als Ziel gesetzt hat, etwas Großes zu bewirken. Sie tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und ist, wie er es war, ein Mitglied der SPD.

    Dieses Jahr besuchte sie am 25.03.2019 einen Politikkurs der Q1 an unserer Schule. Sie kam nicht ohne Grund - es handelte sich hierbei um ein EU-Projekt, bei dem jedes Jahr Politiker*innen deutsche Schulen besuchen und über ihren Beruf erzählen. Dabei werden über zwei Unterrichtsstunden verschiedene Themen besprochen und die Schüler*innen können währenddessen Fragen stellen.

    Bis zu diesem Punkt, an dem sie jetzt angelangt ist, musste Sarah Ryglewski einige Hürden überwinden. Bremen verdankt sie ihren Beruf. Eigentlich ging sie nach der Schulzeit davon aus, dass sie in Köln Politikwissenschaften studieren wird, doch dort bekam sie leider keinen Platz. Sie hatte sich nur bei dieser Universität beworben, weil sie davon ausging, dass sie dort einen Platz bekommen würde. Das stellte sich jedoch als ein größeres Problem dar – wo sollte sie nun studieren? Bremen war ihre letzte Hoffnung, dies ist auch ein Grund, warum sie Bremen im Bundestag vertritt. Sie legte den Schüler*innen deswegen sehr nahe, sich bei mehreren Universitäten zu bewerben.

    Die Themen des Gesprächs befassten sich hauptsächlich mit aktuellen Problemen, wie Artikel 13 (bzw. 17), Donald Trump, Klimawandel und -schutz und Diesel-, Atom-, und Kohleverbrauch. Die Schüler haben alle fleißig Fragen gestellt, da das Mitarbeiten und Fragenstellen auch einen Teil ihrer Noten ausmachte.

    Trotz mehrerer Beleidigungen und Drohungen, die Sarah Ryglewski als Politikerin leider immer wieder erhält, bleibt sie stark, lässt sich nicht unterkriegen und wird deshalb auch weiterhin für Bremen kämpfen.

     

    Alina und Sina

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

  • Die Messe, welche am 25.März in der Aula des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums stattfand, stellte Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in Huchting vor. Zugleich sollte Lehrkräften, die nicht in Huchting wohnen, gezeigt werden, was dieser Stadtteil anbietet. Um es anschaulich zu präsentieren, hatte jede Einrichtung einen eigenen Stand mit individuellen Experimenten und Spielen für die Schüler*innen.

    Der Organisator der Messe war Herr Spatzek, Jahrgangsleiter am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Der Aufbau begann um 8:00 Uhr, die Messe selbst wurde um 10:00 Uhr eröffnet. Beteiligt waren 15 Stände folgender Institutionen: Mädchentreff, Stadtteilfarm, Brise (Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung), Umweltbildung, Tennisverein-Süd, A&Ö (Arbeit und Ökologie), Akzeptierende Jugendarbeit, Aktion Hilfe für Kinder (Hood Training), Deutsche AIDS-Hilfe, TuS Huchting, Kulturwerkstatt, Jugendfreizeitheim Huchting und Quartierbildungszentrum Robinsbalje. Sie boten Stationen wie z.B. Seilspringen, Boxen, Glücksrad drehen, Parcours und Tennis an.

    Das Catering an dem Tag hat die 8b des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums übernommen. Für die Technik war die Ton-und-Technik AG zuständig. Die Informationsveranstaltung endete um 14:00 Uhr.

     

    Morsal, Christina, Canel und Honia

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

  • Die Sauberkeit der Schule ist sehr wichtig, weil wir sie fast jeden Tag besuchen und uns in ihr aufhalten. Die Schule hat zwar professionelle Reinigungskräfte, jedoch kann man in einer beschränkten Zeit nicht alles sauber machen. Deshalb gibt es unseren Frühjahrsputz unter dem Motto „Alexander-von-Humboldt räumt auf“, der immer im Anschluss an die Nulltagefeier stattfindet. Dies ist ein Tag, an dem die Schüler*innen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums gemeinsam das Gebäude putzen und aufräumen

    Viele Schüler*innen sind am letzten Schultag vor den Osterferien davon genervt und reden darüber, dass sie jetzt lieber zu Hause wären. Die meisten realisieren leider nicht, dass solche Aktivitäten sehr gut sind, damit die Schüler*innen sich besser verstehen. Man darf auch nicht immer egoistisch denken. Für die Lehrer*innen ist die Schule auch ihr Arbeitsplatz, für den sie sich früher in der Schule und im Studium angestrengt haben.

    So negativ die Haltung einiger Schüler*innen auch scheinen mag, die meisten, die wir befragt haben, finden „Alexander-von-Humboldt räumt auf“ gar nicht so schlecht. Mit Musik den Klassenraum gemeinsam zu putzen, finden viele dann doch toll, vor allem, weil es auch nötig ist. Eine befragte Person erwähnt, dass man danach auch die Putzkräfte besser verstehen kann. Diese haben es nämlich nicht leicht. Wenn die Schüler*innen auch mal selber putzen, ist die Erfahrung auch eine Erinnerung dafür, dass man seine Schule sauber halten sollte.

    Zu Hause hat man auch seine Pflichten und Rechte, genau wie in der Schule. Die meisten kennen es – das Aufräumen vom eigenen Zimmer. Dies wird oft von den Eltern als Pflicht vorgegeben, weil es selbstverständlich ist, dass das Kind seinen eigenen Dreck beseitigen sollte. Das heißt, dass viele Schüler*innen schon mit dem Aufräumen vertraut sind.

    Alexander-von-Humboldt räumt auf“ ist vor fünf Jahren entstanden. Der Grund dafür ist, dass die Schüler*innen wegen der Nulltagefeier viel zu aufgeregt sind für den Unterricht. Diese Energie wird gebündelt in den gemeinsamen Frühjahrsputz. Das Material zum Putzen ist von „Bremen räumt auf“, einer Aktion, bei der viele Klassen auch mitmachen.

    Nach der Arbeit finden es alle definitiv besser als vorher. Das einzige Problem ist, dass die Fenster nicht geputzt werden dürfen. Eine Schülerin findet, dass wir bessere Handschuhe brauchen, weil die Handschuhe ihre Nägel zerstören. Auch Frau Giesa, welche den Tag organisiert, findet, dass es sauberer als vorher ist. Sie findet es auch gut, dass die kaputten Möbel aussortiert werden.

    Zusammenfassend ist „Alexander-von-Humboldt räumt auf“ ein guter Tag mit Sinn und Zweck, sowohl für die Schüler*innen als auch für die Lehrer*innen. Am Ende sind auch alle zufrieden und gehen mit einem Lächeln in die wohlverdienten Osterferien.

     

    Eren, Lennart und Mohammad

    WP-Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

  • Am Freitag den 29.03.2019 fand wieder ein Methodentag an unserer Schule statt. Die Aufgabe des neunten Jahrgangs war es, die Praktikumsplätze und die erlebten Berufe den achten Klassen nahezulegen. Hierfür musste jede*r Schüler*in für ihren/seinen Betrieb ein passendes Plakat erstellen. Zur Übersichtlichkeit wurden die Schüler*innen auf vier Räume mit je einem Fachbereich verteilt. Raum A 104 stand für das „Gesundheitswesen“, A 211 für „Bau und Mechanik“, „Kreativität“ wurde im Raum A307 behandelt und der Raum A 109 repräsentierte die Themengebiete „Erziehung“ und „Informatik“.

    Ablauf des Tages

    Am Methodentag hatte man in den ersten beiden Stunden Zeit zur Vorbereitung. Diese konnte man nutzen, um z.B. das Plakat zu beenden oder, wie der Name es verrät, um sich vorzubereiten. Falls man mit dem Plakat schon fertig war und die Vorbereitungen bereits getroffen waren, hatte man die Möglichkeit, sich zu unterhalten oder einfach zu entspannen.

    Darauf folgten die dritte und vierte Stunde, die eigentliche Attraktion des Methodentages. Die Aufgabe der vier Klassen des achten Jahrgangs war es, durch die Räume zu gehen und die Neuntklässler*innen mit Hilfe des erhaltenen Fragebogens zu befragen. Dieser beinhaltete Fragen nach der Anzahl der Mitarbeitenden des Betriebs oder den dort angebotenen Ausbildungsberufen.

    Was hat man gelernt?

    Obwohl dieser Methodentag einen etwas anderen Ablauf hat als sonst üblich, liegt auch hier im Fokus, den Schüler*innen etwas beizubringen oder zu zeigen. In dem Falle war es das Ziel, den Schüler*innen der 8.Klassen die Möglichkeit zu geben, sich über einen Beruf und einen Betrieb zu informieren und so Ideen und Impulse für das anstehende Praktikum im kommenden Schuljahr zu bekommen. Wir Neuntklässler*innen konnten unsere Kenntnisse vertiefen und uns im Präsentieren üben.

    Tipps für die zukünftigen Neunten

    Anstatt euch zu ausführlich auf das Plakat zu beziehen, sollte ihr lieber neben den Antworten auf dem Fragebogen auch allgemeine Informationen über den Betrieb erläutern können. Eine visuelle Veranschaulichung darf natürlich nicht fehlen, allerdings kann das Interesse der Jüngeren, die häufig schnell ihren Fragebogen ausfüllen wollen, meist nur durch interaktive Erklärung und Präsentation geweckt werden.

     

    Zusammenfassend kann man also sagen, dass dieser Methodentag dem achten Jahrgang die Möglichkeit gab, ihre Fragen an die Absolventen der Praktika zu stellen. Zudem haben die Achtklässler eine Menge neuer Berufe kennengelernt, von denen sie möglicherweise früher nicht so viel hielten. Vielleicht hat der eine oder die andere ja sogar schon ungefähr eine Ahnung, wo er/sie das Praktikum absolvieren möchte. Der Methodentag war demnach eine große Hilfe und Bereicherung für die jüngeren Schüler*innen.

     

    Samira, Sascha/Alexander und Eugen

    WP -Kurs „Schülerzeitung“, Jahrgang 9

     

     

  • „Bevor sie aus der Hütte ging, drehte sie sich noch einmal um und sagte „Gott segne dich“ “. Dies erzählte Claudia Herms gerührt über ein Mädchen, was sie behandeln konnte, das unter anderem an einer schweren Lungenentzündung und Malaria litt.

    Schon immer wollte sie als Kinderärztin im Ausland arbeiten, ähnlich wie ihr Opa es vor einigen Jahren in Tansania tat. Vom 1. April bis zum 14. Dezember 2007 erfüllte sich ihr Traum, als sie mit der Organisation “German Doctors“ nach Afrika, genauer gesagt nach Nairobi, reiste. Dort war sie die Langzeitärztin in einem Slum (= dicht besiedeltes Stadtviertel der unteren Bevölkerungsgruppe) namens ''Mathare'' und versorgte die Menschen mit medizinischen Mitteln, die für uns heutzutage in Deutschland selbstverständlich sind, dort jedoch eine Überlebenschance bieten. Die Aktion an sich war auf einer ehrenamtlichen Basis, als Langzeitärztin erhielt sie aber einen Betrag, der ihr selbst den Lebensunterhalt sicherte.

    Auf dem Plan stand außerdem ein komplettes Ernährungsprogramm, da der Großteil der Menschen dort an Hungersnot und starkem Untergewicht leidet. Auch die Ärzte mussten unter schlechten Bedingungen wie wenig Nahrung und dreckigem Wasser zurecht kommen. „Trotzdem war es ein tolles Gefühl, die jungen Menschen nach dem Prozess stabil und fast normalgewichtig wiederzusehen“, erzählte sie mit erfreuter und zufriedener Stimme.

    Sie sagte, dass man nach einer gewissen Zeit schon sofort erkennen konnte, um welche Erkrankung es sich handelt, als die Patienten den Raum betraten. Beispielsweise HIV-infizierte Personen seien sofort erkennbar gewesen, gerade weil die Krankheit dort sehr häufig ist. Doch sie behandelte nicht nur schwere Erkrankungen wie Aids oder Tuberkulose, es waren oft die gut behandelbaren Krankheiten, die vor Ort dramatische Folgen haben können, wie eine Lungenentzündung oder Magen-Darm-Infekte.

    Für die Behandlung mussten die Menschen aufgrund von Spenden zwar nichts bezahlen, jedoch waren es für manche kilometerweite Wege zur Station. Zwei Kinder kamen zu spät und starben bedauernswerterweise vor den Augen Claudias. Doch im Allgemeinen betrachtet ist die Anzahl der Kinder, die es nicht geschafft haben, im Gegensatz zu der, die sie erfolgreich behandeln konnte, sehr gering.

    Zur Zeit arbeitet sie in einem Krankenhaus in Hannover auf der Frühchenstation, denn auch heute noch steht bei der 40jährigen Frau auf dem Plan, Menschen zu helfen und die jeweiligen Krankheiten so gut wie es geht zu bekämpfen. Sie selbst hat zwei junge Kinder, denen sie mit viel Wissen sofort beistehen kann, wenn sie mal krank sind.

    Auf die Frage, ob sie die Reise bereut, reagierte sie eindeutig. Bereuen tut sie gar nichts, denn es war eine rührende, spannende und erfolgreiche Erfahrung, an die sie sich noch heute sehr stolz zurückerinnert. Schließlich konnte sie armen Menschen jeden Alters, doch besonders Kindern, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, helfen und dafür sorgen, dass sie von tödlichen Infektionen befreit wurden. Außerdem sorgt die Organisation dafür, dass die Hilfe langfristig vor Ort bleibt, indem sie den Betrieb in Projekten mit einheimischen Pflegekräften durch Präventivmaßnahmen wie beispielsweise Hygieneschulungen am Laufen halten. Abschließend kann man also sagen, dass Claudia einem Teil von jährlich circa 340 Menschen angehört, die sich dafür entschieden haben, Menschen in Not zu helfen und dadurch langfristig Leben zu retten.

     

    Sina Peetz, 9c

     

     

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    Täglich, zwischen 8:00 und 20:00 Uhr, gehen um die 13.000 Menschen jeden Alters ein und aus. Sobald man es betritt, wird man von dem kalten Frost der Winterzeit befreit und fühlt sich sofort geborgen. Der große geschmückte Christbaum ragt hoch bis zur 1. Etage und schimmert im Licht. Der Geruch von Weihnachtsgebäck umfasst das ganze Gebäude. Es steht förmlich für den Stadtteil Huchting

     – Das Roland-Center.

    Am 2 November 1972 wurde das Einkaufszentrum, am Alten Dorfweg 30-50, eröffnet. Doch warum wurde es überhaupt "Roland-Center" genannt?

    Genaue Angaben gibt es dazu nicht, doch wahrscheinlich wurde es nach dem Roland, Heerführer und Repräsentant des Kaisers, benannt.

    Es bietet den Besuchern genau hundert verschiedene Geschäfte (Das Futterhaus, Takko, Penny und Baby-Walz gehören mit dazu) verteilt auf 30.000 m², die sich über die Zeit innen geändert, bzw. komplett gewechselt haben. Nur das Reformhaus, ein Geschäft, in dem man umweltschonende Produkte mit natürlicher Herstellung kaufen kann, ist bis heute im Roland-Center geblieben.

    Eine Umfrage mit Besuchern besagt, dass die meisten Erwachsenen in Geschäften Lebensmittel einkaufen, während Jüngere dort meist zum Zeitvertreib sind. Die Älteren halten sich meistens nachmittags dort auf, um mit Freunden ein Kaffeekränzchen zu halten. Dafür stehen Cafés wie die "Il Mio Coffee Bar" und Bistros wie das vor kurzem eröffnete "Tenter´s Backhaus" zur Verfügung.

    Doch im Roland-Center ist für jeden was dabei. Für Leseratten gibt es auf der 2. Etage die seit 2003 eröffnete Stadtbibliothek, wo man mit einem dafür vorgesehenen Ausweis für jeweils drei Wochen kostenlos ein Buch, oder auch mehrere, ausleihen kann. Dort herrscht Stille, die einem hilft, sich in das Buch, welches man sich ausleihen will, hineinzuversetzen. Ebenfalls auf der 2. Etage befindet sich eine Anwaltskanzlei sowie das Centermanagement. Frank Trompeter, ein bedeutender Mann, ist der Manager des beliebten Roland-Centers.

    Damit die Stimmung der jeweiligen Jahreszeit auch erhalten bleibt, passt es sich sowohl innen als auch außen an. Zur Osterzeit ist es geschmückt mit frühlingshafter Deko. Wenn die Eltern bummeln wollen, können ihre Kinder beim kunterbunten Bastelprogramm teilnehmen. Das absolute Highlight in diesen Tagen ist der Besuch von ,,Hase & Glückspilz" am 31.03 von 12 bis 17 Uhr, bei dem Süßes an die Kinder verteilt wird. Während dieser Tage stehen außerdem mechanische Figuren in Form von Hasen in den Gängen, welche sehr von den jüngeren Besuchern bestaunt werden. Zur Winterzeit gibt es einen gigantischen, geschmückten Weihnachtsbaum und Lichterketten lassen die Gänge zusätzlich erhellen. Doch auch zur späteren Abendstund´ ist das Gebäude aufgrund von Lichtern, Girlanden und Leuchtfiguren auf dem Dach definitiv nicht zu übersehen. Nach Rückmeldung der Besucher sorgt die Gestaltung des Centers für ein angenehmeren Aufenthalt. Es wirkt sehr märchenhaft und hat etwas Geborgenes an sich, laut einer älteren Dame.

    Auch die Attraktionen darf man nicht verpassen. Die meisten sind je nach Jahreszeit angepasst. Für kleine Kinder gibt es in jeder Jahreszeit Bastelkurse, bei denen sie kostenlos schöne Basteleien erzielen können. Während draußen die Blätter von den Ästen fallen, klettern viele Kinder geschickt über den Kletterparkour in der Luft.

    Jeden Herbst wird dieses Gerüst aufgebaut und viele Kinder haben Spaß daran. Allein beim Anblick glitzern ihre Augen beim vergnügenden Gedanken den Parkour zu meistern.

    Der Kletterpark ist stets etwas, wo Besucher gerne stehenbleiben, um zuzuschauen.

     

     

    Doch die größte Verantstaltung des Roland-Centers ist und bleibt die kleine aber feine 300 m² große Eislaufbahn vor dem zweiten Eingang gegenüber von Baby-Walz. Kinder schlittern über das Eis, während ihre Eltern sich an den Ständen mit Glühwein, oder anderen Getränken und weihnachtlichen Leckereien vergnügen. Geöffnet ist die Bahn vom 23.11-29.12.18.

    Für Kinder beträgt der Eintrittspreis 1,50€ und für Erwachsene 3,00€. Schlittschuhe können für 1€ ausgeliehen werden. Für Anfänger stehen Fahrhilfen zur Verfügung. Für Kleinkinder, die dem Eis noch nicht gewachsen sind, steht neben der Eislaufbahn ein kleines Karussell.

    Hinter dem Einkaufzentrum befindet sich ebenfalls noch eine Bus- und Bahnstation. Sie gilt als Zentrum, ist also für so gut wie alle Busse und Bahnen die Anfangs-und Endstation. Von da aus können die Einwohner Huchtings mit der 57 oder 58 quer durch Huchting fahren. Es besteht aber auch die Möglichkeit, bis nach Stuhr oder Delmenhorst zu fahren.

    Laut dem Interview mit dem Manager Herrn Trompeter zufolge wird sich erstmal äußerlich nichts ändern. Innen jedoch, wird ein Rewe-Markt den Real ersetzen. Doch Rewe ist nicht der einzige Laden, der auf die Fläche des ehemaligen Reals kommen wird. Zwei weitere Abteilungen, deren Namen noch nicht genannt werden, ziehen ebenfalls ein.

    Im Allgemeinen ist das Roland-Center eine Sensation Huchtings, weil es ein Treffpunkt für jeden ist und alle willkommen sind. Es ist familienfreundlich und bietet alles, was ein perfektes Einkaufszentrum benötigt. Es ist kein stinknormaler Ort für Einkäufe, sondern aufgrund der monatlichen Neuheiten einer, bei dem einem nie langweilig wird.


    Es ist das Herz Huchtings und ein Ort, der jedem gut in Erinnerung bleibt.