Die Trecker, Anhänger und Bagger, das Surren der Kettensägen und den gerodeten Streifen neben dem Basketballplatz haben vermutlich alle Schüler*innen schon mitbekommen. Unsere Hausmeister und die Mitarbeiter von "Stadtgrün" sind gerade dabei, Bäume und Sträucher zurückzuschneiden und so für mehr Licht zu sorgen und zu verhindern, dass der Schulhof langsam zuwächst.

 

 

 

 

Auch im Schuljahr 2017/18 war der WP-Kurs "Schülerzeitung" im Jahrgang 9 wieder sehr aktiv und hat unsere Homepage mit zahlreichen Beiträgen zum Schulleben bereichert.

 

Zusätzlich sind im Rahmen des Unterrichts einige Reportagen entstanden, die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen:

 

"Beijing - die Stadt der Gegensätze" - Tessa berichtet aus China

"Er ist zurück" - Eine Reportage über die Rückkehr des Wolfes von Luca

"Fortnite, warum der ganze Hype" - Ayca berichtet über einen Selbstversuch

"Real Life Sucht" - Johnnys ironischer Beitrag zum "wahren Leben"

"Sport, der sie am Leben hält" - Olivia, Paul, Tim, Jannik und Tom berichten über Hella Zamponis

"Wo Vögel zwitschern" - Neues aus dem "Park Links der Weser" von Olivia

 

 

 

 

Direkt vor der Fahrten- und Projektwoche fanden die Bundesjugendspiele 2018 statt. Weitsprung, Kurzstrecke, Weitwurf und Langstrecke lauteten die Disziplinen, in denen unsere Schüler*innen der Jahrgänge 5 bis E-Phase sich ausprobierten. Unterstützt wurden die Lehrer*innen durch Schüler*innen der Q1.

Bei schönstem Wetter hatten alle Beteiligten viel Spaß!

 

Den wünschen wir allen Teilnehmenden auch in der kommenden Woche!

 

 

 

 

 

Heute fand der vierte Methodentag im Schuljahr statt.

Die Neuntklässler*innen übten - schick angezogen - Bewerbungsgespräche, die Q1-Schüler*innen präsentierten der E-Phase ihre Projekte, und auch alle anderen Klassen und Kurse arbeiteten den ganzen Tag zu unterschiedlichen Themenbereichen.

 

 

 

 

„Man müsste sich schämen, dass du zur Familie gehörst“. Dies sagte Hella Zamponis Bruder Eduard eines Abends, nachdem er seine kleine Schwester beim Schwimmen gesehen hatte.

 Sie erzählte, dass dieses Erlebnis das schlimmste ihres langen Lebens sei.

Sie habe die Jungs in ihrer Jugend häufig beneidet, da es den Mädchen nicht erlaubt war, am Schwimmtraining teilzunehmen. Davon ließ sie sich nicht aufhalten und brachte sich das Schwimmen selber bei. Diese Entscheidung veränderte ihr Leben. Von diesem Zeitpunkt an engagierte sie sich in vielen Vereinen. Anfangs sei es der Bremer-Schwimm-Verein gewesen, darauf folgte der SV Weser, wo sie am 24. Februar 1985 zum Ehrenmitglied wurde. Später wechselte sie zum TuS Huchting, in dem sie am 10. März 2016 ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Die begabte Schwimmerin wurde später zu einer Trainerin und Betreuerin, die zahlreiche Gruppen geleitet hat. Meistens bestanden diese aus Kindern ab sechs Jahren. Neben diesen Tätigkeiten arbeitete sie im Katasteramt als Karten und Stadtplan Zeichnerin. Während ihrer späteren Berufslaufbahn wurde sie zur Amtsinspektorin befördert. Dies sei eines der wichtigsten Ereignisse in ihrem Leben gewesen, wie sie uns erzählte. Ein weiteres wichtiges Erlebnis sei die Flugreise auf Einladung ihres Sohnes in die Schweiz gewesen, wo dieser als Geschäftsführer der Refogium-Hotels tätig gewesen ist.

 Heute beschäftigt sich die fast 92 jährige Frau mit dem Schreiben ihrer eigenen Biografie. Sie gibt immer noch Training und schwimmt bis zum jetzigen Zeitpunkt sogar noch selbst um sich fit und gesund zu halten. Sie sagte uns außerdem, dass sie täglich mit dem Fahrrad unterwegs sei, wie zum Beispiel um zu ihrer Parzelle zu gelangen.

 Auf die Frage, was sie in ihrem Leben noch erleben möchte, reagierte sie mit einem Lachen und meinte, dass es in ihrem Leben nichts mehr zu erleben gäbe. Ihr Wunsch jedoch sei, einfach so weitermachen zu können, wie sie es gerade tue. Der Jugend allerdings müsse sie noch sagen, dass Bewegung sehr wichtig sei.

Sie legte uns nahe, dass wir den Text mit folgender, von ihr persönlich verfassten Aussage  beenden sollten:

„Zu den besten und schönsten Dingen zählt: Das Vertrauensverhältnis mit dem sportlichen Leiter der Schwimmabteilung Tobias Bader, entstanden durch die Zusammenarbeit in der Schwimmabteilung des TuS Huchting und die Freundschaft zu Frau Snichotta, bei der ich Klavierunterricht habe und die die Mutter einer Schwimmerin ist.“

Ich sitze hier, in den grünen Gräsern und die wärmenden Sonnenstrahlen, die auf meinen Arm scheinen, der frische, blumig duftende Wind, der durch die Gräser und Blätter rauscht, auch das Zwitschern der Vögel, die sich auf den Bäumen und den Büschen ihre Nester für die warme Zeit des Jahres vorbereiten, zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht.

Wenn ich darüber nachdenke, dass hier an diesem Ort rund 83 bekannte Tierarten leben, ist dies fast nicht vorstellbar. So viel Leben, Arbeit, aber ebenso Planung und Organisation stecken hier hinter.

Man vergisst oft, wieviel Aufwand hier hineingesteckt wurde. Die Tiere erwecken die Wiesen, Wälder, Teiche und Bäche zum Leben und machen sie besonders, denn es gibt sie nirgendwo noch einmal in derselben Form. Die Menschen, die täglich ihre Zeit hier einsetzten und mit gemeinsamen Kräften diesen Park aufgebaut haben und immer noch in Stand halten.

Sicher stellt sich nun die Frage, um welchen Ort es sich handelt. Es ist der „Park links der Weser“, der seit 1976 in der Leitung des „Park links der Weser e.V.“ ist.

 Seit dem 12. Jahrhundert wurde das tidebeeinflusste Marschland durch eine Anlage von Gräben und Deichen landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Das heutige Gebiet ist jedoch eher durch Wiesen, Wälder, Gräben, Teiche und Flachwasserzonen geprägt, was wir unter anderem den Mitgliedern des Vereins zu verdanken haben.

In den Jahren von 1976-1979 fand, so wie der Verein sie nennt, die „Ersten Großen Pflanzungen“ statt. Im Herbst 1976 wurden von Hermann Königstedt ein Aufruf gestartet. Er rief zu der Bepflanzung des Grollander Deiches auf, und das ohne eine Genehmigung der Behörde. Er wollte nicht mehr warten, was dazu führte, dass ein paar Stunden später zu seinem Erstaunen zahlreiche Helfer kamen. Von Großeltern bis zu ihren Enkeln hatten sich alle die Zeit genommen, um ihn und seine Kollegen dabei zu unterstützen. Von den rund 20.000 DM, die durch Spenden eingesammelt wurden, hatte man genügend Bäume und Büsche kaufen können, die dann mit vollem Eifer gepflanzt wurden.

Nach dieser Aktion folgten noch viele weitere, die bis zu dem heutigen Ergebnis führen. 1982/1983 kam durch die Verlegung von Kabeln von Wardamm nach Huchting die Möglichkeit auf, einen ersten Weg im Park zu errichten. Neben denn vielen Feldwegen, die auf natürlichem Wege entstanden waren, war dies nämlich der erste Weg, der geplant durch die Wiesen verlief.

All diese Bemühungen, die immer wieder aufgenommen wurden, führten dazu, dass der „Park links der Weser“ zu einem Ort wurde, der für naturfreudige Menschen jedes Alters attraktiv für Treffen und Spaziergänge wurde. 

 

Beispielsweise ist der Kindergarten "He du da" seit dem Jahr 2013 mit einer naturorientierten Kindergruppe mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren montags bis freitags im Naturschutzgebiet und lässt sich auch nicht vom Wetter abschrecken, denn diese Art der Erziehung soll die Naturerfahrung als auch die Gesundheit fördern.

 

 

 

 

 

Seit dem Jahr 2010 werden jährlich viele Ausflüge und Touren durch den Park organisiert. Jeden 1. Freitag im September wird eine Fledermausbeobachtug geplant. Im Mai bis August finden viele Konzerte, Radtouren und gemeinschaftliche Spaziergänge statt, die den Verein des Parks unterstützen.

 

 

Doch auch schon vor unserer Zeit war das Gebiet nicht unbesiedelt. Da der „Hohe Horst“ in Kirchhuchting wie eine sandige Kuppe von einer Größe von 300 mal 500 Metern über dem restlichen Gebiet ragt, ist er schon immer ein schützender Ort vor Überschwemmungen gewesen. Dies wurde deutlich, als zwischen 2013 und 2015 eine Ausgrabung unter Leitung von Gerson H. Jeute nach über 40 Jahren wieder aufgenommen werden konnten. Teile, die auf die früheren Römer zurückweisen, wurden gefunden. Darunter auch ein Teil eines Zierblechs, welches wahrscheinlich ein römisches Schmuckkästchen verschönert hat.

 

 

Die Römische Siedlung soll allerding nur auf der Osthälfte Platz genommen haben, denn dort weisen mehrere Pfostenstandspuren, Abfallgruben und Spuren von einfachen Wasserschöpflöchern darauf hin, dass an diesem Ort in der weiten Vergangenheit des 1. bis 3. Jahrhunderts eine Handwerks- und Produktionsstelle zu finden war.

 

Heute wird allerdings schon geplant, was in der Zukunft mit dem „Park links der Weser“ passieren wird und wie er sich in den nächsten Jahren, wenn nicht gleich Jahrzehnten, entwickeln soll.

 

 

Der Schatzmeister Oene Hellmig, die Parkverwalterin Kristen Köster, die Sekretärin Dagmar Hellmig, der Vorsitzende Heinrich Welke und sein Vertreter Horst Meyer wollen sich in der nah liegenden Zukunft um die Pflege und den Ausbau des Parks kümmern und sich mehr dafür einsetzen. Sie sind und werden für die Mäharbeiten, Gehölz- und Gewässerpflege, für die Ausbesserung und Sanierung des Wegenetzes als auch für die Beseitigung des Mülls, der im Park leider immer wieder hinterlassen wird, zuständig sein. Doch auch neue Ideen und Einfälle haben sie sich vorgenommen zu realisieren.

Als Vorbild haben sie den Park in England, der seit dem 18. Jahrhundert schon existiert, vor Augen gesetzt. Die Idee für dieses Projekt hatte damals William Shenstone erdacht und er schaffte es ebenfalls, wie man es an dem heutigen Ergebnis erkennen kann, dies durchzusetzen.

Das Ziel ist die landwirtschaftliche Nutzung der Landflächen mit den regionaltypischen Pflanzen als auch mit einem Ort zum verbringen seiner Freizeit miteinander zu verbinden und so einen Platz in Huchting zu erschaffen, der einzigartig ist.

Regionaltypische Pflanzen, wie beispielweise die Sumpfdotterblume oder auch die Schwanenblume, aber auch zahlreiche Tierarten, wie der Grasfrosch oder die Nachtigall, passen sich an diese Bedingungen an, sodass ein Gleichgewicht entsteht.

 

  

 

Vor allem soll viel Arbeit in die Erhaltung des Parks gesteckt werden, denn durch die Vergrößerung und Modernisierung der umliegenden Wohngebiete als auch die Neuerbauung von Straßen könnte diese gefährdet werden.

 

Ich hoffe, dass der Park seine Pläne und Vorhaben durchführen kann und ich weiter hin hier an diesem wunderschönen Ort meine Zeit verbringen kann, wo ich den Geruch des Grases riechen kann. Wo ich die Tiere beobachten kann, wie sie ihre jungen versorgen, wie sie sich in der Sonne wärmen und wie sie genauso wie ich die Ruhe und den Frieden genießen.

 

 

Immer mehr Menschen leiden unter „Real Life“ Sucht

 

Kurze Erklärung für Real Life Menschen:

Real Life:       Bezeichnung für das „echte“ Leben außerhalb von virtuellen Aktivitäten im Internet

Virtual Life:    Bezeichnung für das Leben unter der Nutzung des Internets (zu   Unterhaltungszwecken)    


Das Real Life. Nicht wenige Menschen leben darin so, als wäre es ihr wahres Leben.

Doch die Wirkung dieses Lebens ist wie die einer gefährlichen Droge. Es ist dem Spiel „Die Sims“ ähnlich, das Sucht- und Zerstörungspotenzial ist jedoch viel höher.

Die Real Life Menschen wissen meist nicht einmal, wie sehr ihnen ihr „Leben“ schadet und wie viele Möglichkeiten sie im Virtual Life hätten. Gefangen in dieser Illusion irren sie umher, streben nach bedeutungslosen Zielen und verenden elendig. Nun droht die Zahl der Betroffenen ins Unermessliche zu steigen.                            

 

 

 

 Schon seit Langem warnen virtuelle Forscher, dass immer mehr Menschen, vor allem Jugendliche, ihre Zeit im sogenannten „Real Life“ verschwenden. Während es früher fast ausschließlich Erwachsene waren, die süchtig nach dem Real Life waren, so steigt die Zahl der Betroffenen. In Extremfällen halten die Betroffenen das Real Life sogar für das echte Leben. Bis zu 24 Stunden am Tag verbringen sie dann darin!  Sie gehen raus in die Außenwelt, treffen andere Real Life Menschen, sind dem Sonnenlicht schutzlos ausgesetzt und das Schlimmste: sie vernachlässigen ihr Virtual Life.  Sie sind Stunden bis Tage lang nicht online, antworten nicht auf Whatsapp Nachrichten, versuchen nicht mit Posts auf Social Media Plattformen Likes zu bekommen und lassen ihre Kameraden in Online-Spielen im Stich.

Normale Menschen, auch Virtual Life Menschen genannt, treten fast ausschließlich bei wichtigen Sachen ins Real Life (bspw. es gibt keine Snacks/Energydrinks mehr, der Amazon-Zusteller klingelt an der Haustür oder das Internet fällt aus).

 Doch woher kommt dieser plötzliche Anstieg?

Die Gründe dafür sind sehr weitreichend: die meisten gehen ihren Real Life Pflichten nach (Schule, Beruf), viele haben Real Life Freunde und einige kamen nie wirklich mit dem Virtual Life in Kontakt. Es gibt auch Betroffene, die mit einer anderen Real Life Person eine sogenannte Beziehung führen. Für normale Menschen im Virtual Life völlig unvorstellbar.

Die Folgen von übermäßigem Real Life Konsums

Sich zu lange im Real Life aufzuhalten schadet der körperlichen und mentalen Gesundheit eines Menschen enorm. So berichteten zahlreiche im Virtual Life beheimatete Menschen, darunter auch langjährige Profigamer, über zum Teil skurrile Vorfälle.

Ein paar behaupten sogar, sie hätten nach nur wenigen Sekunden im Real Life typischer Fortbewegung (sogenanntes Gehen/Laufen) extrem starke Krämpfe im ganzen Körper.

Außerdem empfanden sie sich selbst während dieser Zeit als extrem träge und fettleibig. Dieser Effekt verschwindet glücklicherweise meist beim Betreten des Virtual Life.

Seltsamerweise treten die oben genannten Effekte nur bei Menschen auf, die schon sehr lange im Real Life beheimatet sind, bei Real Life Menschen jedoch überhaupt nicht. Doch auch sie sind nicht vor den Folgen sicher. Sämtliche Unfälle, Raubüberfälle, Kriege und Todesfälle finden nämlich im Real Life statt.

 Gefahrenquelle: Schlafen

Schlafen ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei der Real Life Sucht. Durchschnittlich schlafen Real Life Menschen 6 bis 9 Stunden am Tag, einige sogar bis zu 12!

Beim Schlafen befindet man sich jedoch fast immer zwingend im Real Life.

Selbsternannte, virtuelle Experten empfehlen den Schlaf um 90% zu reduzieren und sich mit Energydrinks zu behelfen.

 Therapie für Real Life Süchtige

In Zukunft ist eine Therapie für Real Life Menschen geplant. Sie soll ihnen helfen von ihrer Real Life Sucht loszukommen und unabhängiger vom Real Life zu werden.

Dabei werden Medien wie Videospiele und Social Media Plattformen genutzt.

Näheres ist noch nicht bekannt, da das Team dieses Projektes momentan damit beschäftigt ist, einen neuen Speedrun-Rekord im Spiel Dark Souls 3 aufzustellen

 Gruppierungen von radikalen Real Life Menschen

Schon seit Längerem gibt es Zusammenschlüsse von Real Life Menschen mit dem Ziel, Virtual Life Menschen ins Real Life zu drängen. Klar ausgedrückt: sie wollen den Virtual Life Menschen ihren Lebensraum wegnehmen. Sie verbreiten das Gerücht, das Virtual Life sei eine Sucht, eine Krankheit, die sogenannte Mediensucht. Darunter gibt es noch Unterordnungen wie Internet- oder Computerabhängigkeit. Schon jetzt machen sie den Virtual Life Menschen das Leben schwer. Sie nutzen sogar das Internet, der wichtigste Kommunikationsweg der Virtual Life Menschen, um falsche Ansichten zu verbreiten und sowohl Virtual Life-, als auch Real Life Menschen zu manipulieren. Einige Seiten des Internets sind regelrecht mit solcher Propaganda gespickt. Solche Anti-Virtual-Life- Gruppierungen wurden der höchsten Gefahrenstufe zugeordnet. Sie stehen demnach auf derselben Stufe wie die berüchtigten und gefürchteten Schulen.

 Für Virtual Life Menschen mag die Gefahr, die vom Real Life Konsum ausgeht, selbstverständlich sein, die Real Life Menschen halten dies jedoch für ganz normal.

Die Botschaft dieses Artikels wird sie wohl nie erreichen können, da deren Ansichten weit von der Realität entfernt sind und sie diesen Artikel daher als Satire oder vollkommenden Quatsch verstehen werden

 

Der Wolf. Er wird häufig als gefährliche, sehr große und böse Kreatur dargestellt. Doch wie ist er wirklich? Wo lebt er und was denken wir Menschen über ihn? All diese Fragen möchte ich mit diesem Artikel klären.

 

Früher war der Wolf einmal das am weitesten verbreitete Raubtier der Welt. Bis hin zum 17. Jahrhundert lebte er in Asien, Europa, Nordamerika und auch in Teilen Nordafrikas. Doch dies sollte sich bald ändern: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Wolf verfolgt, gejagt und vielerorts ausgerottet. Der Grund für das Ausrotten des Wolfes war der Konflikt mit der Nutztierhaltung. Der Mensch begann die Wälder zu zerstören, so ging die Anzahl der Beutetiere des Wolfes zurück und die Anzahl der Nutztiere des Menschen stieg. Der Wolf musste sich also anpassen und machte nun Jagd auf die Nutztiere. In West- und Mitteleuropa galt der Wolf dann als komplett ausgerottet.

 

Aber es gibt gute Nachrichten. Seit einigen Jahren siedeln sich wieder Wölfe in Deutschland an. Man geht davon aus, dass etwa 150-160 (Stand: November 2017) erwachsene Wölfe derzeit hier leben. Die Chancen für ihr Überleben stehen sogar sehr gut. Sie können sich gut anpassen und sowohl in warmen als auch in kalten Gebieten leben. Vor allem aber lebt er heute in Nordamerika, in asiatischem Raum und in Europa.

 

Doch das Auftauchen des Wolfes bringt Konflikte. So wie früher werden Nutztiere angegriffen. Das ist ein Problem für die Landwirtschaft. Kleinere Bauern haben Angst um ihr Vieh und um ihre Existenz. Deswegen gibt es einige, die für die Jagd auf den Wolf sind. Das ist wiederum nicht erlaubt, denn der Wolf hat  Rechte. Seit rund 30 Jahren wird er durch sie geschützt. Es gibt das internationale, europäische und deutsche Recht. Die Rechte sagen aus, dass der Wolf nicht geschossen werden darf. Es gibt aber eine Ausnahme: Der so genannte „Problemwolf“ darf geschossen werden. Ein „Problemwolf“ ist zum Beispiel ein Wolf, der einen Menschen bedroht oder ihm nur zu nahe kommt.

 

Wird gegen das deutsche Gesetz verstoßen, gibt es eine Strafe. Je nach Art des Verstoßes kann es zu hohen Geldstrafen oder sogar zu fünf Jahren Freiheitsentzug kommen!

 

Sogar die Politik ist in verschiedener Hinsicht gegen den Wolf. Die CDU/CSU und die SPD wollen die Ausbreitung unter Kontrolle halten, die FDP will den Wolf sogar zum Abschuss freigeben! Sie sagen, dass der Wolf eine „jagdbare Tierart“ im Bundesgesetz sein soll, denn es gebe zu viele tote Nutztiere und die Anzahl würde steigen. Sie wollen u.a. auch verhindern, dass sich der Wolf an den Menschen gewöhnt. „Die Sicherheit des Menschen hat dabei oberste Priorität.“

 

Auf die Einstellung der Politiker reagieren viele geschockt. Organisationen kämpfen gegen die Politik an. Sie äußern Vorschläge, geben Informationen über den Wolf heraus und machen die Bevölkerung auf die Situation aufmerksam. Sie wollen mehr Schutz für die Nutztiere. Die Politik soll die Bauern unterstützen. Elektronische Zäune sind zum Beispiel eine Option. In manchen Regionen in Deutschland gibt es diese Zäune auch schon und dort sollen die Angriffszahlen gesunken sein.

 

Ich habe mit Familie und Freunden über das Thema gesprochen. Sie freuen sich, dass der Wolf zurück ist. Allerdings können einige auch die Lage der Bauern verstehen. Wenn die Nutztiere getötet werden, ist das ein hoher, sehr teurer Verlust. Deshalb sind sie auch der Meinung, dass die Bauern Unterstützung bekommen sollten. Die Politik sollte sich lieber um die Sicherheit der Nutztiere kümmern, anstatt die Gesetze aufzuheben und die Wölfe ein weiteres Mal auszurotten!

 

Ein Vormittag im Wolfcenter Dörverden:

 

Um weitere Informationen über den Wolf zu bekommen, wollte ich mir selber einen Eindruck verschaffen und habe mir die Tiere einmal angesehen.

 

Im Wolfcenter Dörverden habe ich eine Führung mitgemacht. Sie begann bei einem Rudel aus fünf Wölfen. Die Wölfe sind relativ klein, anders als man sie sich so vorstellt. Ihr Fell ist grau-braun und an manchen Stellen ein wenig weiß. Die Ohren sind aufgestellt, so sieht der Wolf sehr aufmerksam aus. Die Wölfe waren gerade am Fressen und wir beobachteten sie dabei. Währenddessen erzählte uns eine Frau, die die Führung leitete, einige interessante Informationen über den Wolf. Man konnte gut erkennen, dass es unter den Wölfen eine Rangliste gab: Der höchste in der Rangliste, der Leitwolf, durfte zuerst fressen. Erst als er fertig war, durften die anderen die Reste auffressen. Insgesamt lief es während ihres Essens ruhig ab. Nur einmal fletschte der eine Wolf seine Zähne, knurrte und machte dem anderen klar, dass das Stück Fleisch ihm gehörte. Was mir aber an ihrer Art besonders auffiel, war die Ähnlichkeit zum Hund: Die Gangart, die Art, wie sie fraßen und wie sie sich auf dem Waldboden wälzten. All das sieht beim Hund genauso aus.

 

Wir gingen weiter und kamen zu einem anderen Gehege, in dem ein Hütehund mit ein paar Schafen lebte. Die Frau erklärte uns, wie gut ein oder mehrere Hütehunde eine Herde aus Nutztieren schützen können. Die Hütehunde werden in ihre Herde herein geboren. Sie werden dann ausgebildet und beschützen die Herde vor einem möglichen Wolfsangriff. Der Hütehund verscheucht den Wolf dann, indem er laut bellt und dem Wolf Angst einjagt. Er macht deutlich, dass es hier nichts zu holen gibt.

 

„Werden die Bauern eigentlich unterstützt, wenn sie Vorsichtsmaßnahmen wie das Einzäunen der Weide oder anderes vornehmen wollen?“, fragte eine Besucherin. Interessiert sehen alle die Gruppenführerin an. Sie erzählt, dass es in Niedersachen solche finanziellen Unterstützungen gibt. Ein Bauer kann sich dort melden. 80% der Kosten werden dann von der Regierung in Niedersachsen erstattet. 20% muss der Bauer selbst dazu beitragen.

 

Weiter geht’s! Wir gingen zu den beiden Wölfen „Dala“ und „Kimo“. Beide sind schneeweiß. Sie lagen etwas entfernt auf einem Hügel und dösten vor sich hin. „Wir wollen mal versuchen, mit ihnen zu sprechen.“, sagte unsere Gruppenführerin. Auf drei fingen wir alle an zu heulen. Dann lauschten wir, doch nichts passierte. Wir heulten noch zweimal, aber die Wölfe antworteten nicht. Gerade als wir aufgeben wollten, begannen Wölfe aus weiter entfernten Gehegen zu heulen. Dann heulte auch einer der beiden weißen Wölfe. Er stand plötzlich auf einem Hügel und warf seinen Kopf in den Nacken. Das Heulen war beeindruckend.

 

Nach einiger Zeit hörten sie dann auf zu heulen und Ruhe kehrte ein. Die Führung war nun zu Ende. Ich ging noch eine Runde durch den eher kleinen Park und sah mir noch einmal die Wölfe an, bevor ich mich von ihnen verabschiedete.

 

In einem Gebäude gab es noch eine Ausstellung, bei der man selber viel ausprobieren konnte. Es war sehr interessant zu testen, wie Wölfe hören oder sehen können.

 

Alles in einem war es ein schöner Vormittag im Wolfscenter. Viele offene Fragen konnte ich aufklären und ich bekam einen Eindruck von den Wölfen. Ich habe gelernt, dass man überhaupt keine Angst vor Wölfen haben muss. Sie haben eher Angst vor uns. Und falls dir mal ein Wolf begegnen sollte: Mach dich möglichst groß und sei laut, denn dann merkt der Wolf, dass du nicht zu seinen Beutetieren gehörst und er geht lieber schnell weg.

 

Es wäre schön, wenn der Wolf wieder zu unserer Tierwelt gehören würde und die Nutztierhalter die nötige Unterstützung bekommen würden, um ihre Tiere mit ausreichend Schutz halten können.

Der Flieger landet, man kann nichts mehr auf den Kameras, die am Heck des Airbus A380 montiert sind, erkennen - nur grau. Die Frau in der Reihe vor uns schlägt auf den Bildschirm ein, immer noch, das Bild ist und bleibt grau, in den verschiedensten Tönen, die es von grau gibt.

 

Alle klatschen, die Tür wird aufgemacht, nach und nach verlassen die Passagiere das Flugzeug, selbst die Mutter mit dem Baby, die ganz vorne sitzt, steigt aus.  Mein Blick schweift zum Fenster, wie auf den Kameras: grau, doch man kann ein großes glänzendes Gebäude erkennen, davor flitzt ein kleiner weißer Lieferwagen mit orangen Aufklebern und einer orangen Sirene entlang, es ist das Hauptflughafengebäude Pekings, mit einem „Follow me“ Auto.

 

Auch wir steigen aus, kaum stehen wir auf der Gangway, beißt in der Nase ein unangenehmer Geruch, ja fast zum Erbrechen, jede Person, die aussteigt, setzt einen Atemschutz auf, jetzt ergibt alles einen Sinn, alles was wir mit Hilfe der Tagesschau verfolgt haben: Das graue, ja nebelige, stinkende und die Atemschutzmasken: Es ist Smog.

 

Wir setzen uns ins Auto, abgesehen davon, dass Chinesen ihren ganz eigenen Fahrstil und Führerschein haben, haben die Einwohner von Peking auch besondere Straßen: Die Straßen sind Ringe, die um das Zentrum Pekings kreisen. Das Zentrum ist die sogenannte „Verbotene Stadt“, hier lebten einst die Kaiser, die regiert haben, doch heute ist der Palast die größte Touristenattraktion der Stadt Beijing. Der Kaiserpalast, welcher im Jahre 1406 fertig gestellt wurde, besitzt 150 000 m² bebaute Fläche mit 8704 Räumen und eine Gesamtfläche von 720 000 m². Damit die in den aktiven Zeiten des Palastes nacheinander in ihm lebenden 24 Kaiser nicht gestört wurden, schützt eine 3428 Meter lange und 10 Meter hohe Mauer den gigantischen Komplex.

 


 

Allerdings ist nicht nur die „Verbotene Stadt“ ein riesengroßer Touristenmagnet, sondern auch die sich über 6000 km lang von der Bohai-Küste bis in die Wüste Gobi erstreckende, „Changcheng“ - übersetzt: „Lange Mauer“ (bekannter unter dem Namen „Chinesische Mauer“), sie ist einen Besuch immer Wert. In alten chinesischen Maßen, ist sie rund 10.000 Li lang, weshalb ihr Zweitname auch „Wan Li Cheng“ übersetzt: „Zehntausend-Li-Mauer“ ist. Die Qin-Dynastie begann im 7. Jahrhundert vor Christus sie zu bauen. Der Grund weshalb sie gebaut wurde, lag darin, dass die Nachbarländer anfingen, sich auszubreiten und ihre Armeen zu verstärken. Um den eigenen Staat und die Bevölkerung zu schützen, wurde entlang der Staatsgrenze erfolgreich eine Mauer gebaut. Die Arbeit an ihr dauerte 170 Jahre, während drei Kaiserhäuser regierten, die Qin-, Han- und Ming-Dynastie, danach interessierte nicht niemand mehr für dieses Großprojekt, weshalb die Mauer verfiel, doch heute sind Teile davon restauriert worden, sodass sie nicht einsturzgefährdet ist, wenn zu diesen Teilen jährlich 8,2 Millionen Touristen strömen.

 

 

Neben der Verbotenen Stadt gibt es noch eine Reihe weiterer Tempel, in denen die Kaiser früher wohnten, zum Beispiel den Sommerpalast, den die Kaiser (wie der Name schon sagt) in den Sommermonaten als Residenz nutzten. Er wurde im Jahre 1709 erbaut, besaß 140 Gebäude, wurde jedoch von englischen und französischen Truppen im Jahre 1860 zerstört. Der neue Sommerpalast wurde vier Kilometer weiter auf und um dem Hügel der Langlebigkeit, direkt am Kunming-See, gebaut.

 

Ein weiterer sehenswerterTempel ist der „Tiantan“ (Himmelstempel). Er wurde unter der Herrschaft der Ming-Dynastie erbaut und diente dem chinesischen Kaiser als Ort „den Himmel anzurufen“ und eine gute Ernte zu erbitten, da der Kaiser in China als Gesandter des Himmels auf Erden galt und somit mit dem Himmel während einer feierlichen Zeremonie in Kontakt treten konnte.

Genau diese Zeremonie brachte nicht wenige Kaiser zu Fall, da man nach heutigem Wissensstand nicht mit dem Himmel kommunizieren und somit nicht den Ernte-Ertrag verbessern kann. Das chinesische Volk dachte aber, dass ihr Kaiser das Wohlwollen des Himmels verlor, wenn es mehrere schlechte Ernten gab. Damit hat der Himmel ihren Gesandten abgestoßen, weshalb der Kaiser aus Sicht des Volkes nicht mehr das Recht hatte, das Land zu regieren.

 


 

Es gibt in Peking nicht nur Tempel, sondern auch Plätze, zum Beispiel den Tiananmen-Platz, er heißt eigentlich „Platz des Tores des Himmlischen Friedens“ benannt nach dem Haupteingangstor der Verbotenen Stadt (Tor des Himmlischen Friedens). Er wurde von chinesischen Kommunisten gebaut, nachdem sie den chinesischen Bürgerkrieg gegen die Regierung gewannen. Er wurde gebaut, damit man hier Massenaufmärsche mit über einer Million Teilnehmern organisieren kann. Bis heute ist er einer der größten Versammlungsplätze der Welt, auf ihm wurde auch die Volksrepublik China von Mao Tsetung (einem Kommunisten) ausgerufen, außerdem fanden hier noch eine Menge weiterer Aufstände und Proteste statt, wobei einige wenig später blutig von der Regierung niedergeschlagen wurden.

 

Zu einem ganz besonderen Thema, das zu Peking gehört, habe ich eine Person befragt, die mehrere Jahre dort lebte, und zwar zum Thema Hutongs. Hutongs sind enge Gassen, die sich durch die Altstadt schlängeln, sie sind so eng, dass nicht einmal Autos sie befahren können, darum nutzen die Chinesen gerne Fahrräder oder modifizierte Fahrräder mit einem Motor. Sie sind symmetrisch um die Verbotene Stadt angeordnet, denn früher wohnten hier die Angehörigen der kaiserlichen Familie und die wichtigsten Berater. Hutong bedeutet so viel wie „umschlossener Innenhof“, da die Häuser im Quadrat gebaut wurden und es in der Mitte einen Innenhof gibt, der nicht überdacht ist, wo man gekocht, gespielt, gewaschen und gegessen hat. Die Häuser haben meist ein oder zwei Stockwerke und die sanitären Einrichtungen müssen mit mehreren Nachbarn geteilt werden.

 

Beijing hat nicht nur „alte Steine“ zu bieten, sondern noch vieles mehr:

 

Das erste Beispiel ist das Pekinger Olympiagelände, welches für die Olympiade 2008 erbaut wurde, die zwei bekanntesten und größten Gebäude auf dem 70.800 m² großen Areal sind das Schwimmbad und das Leichtathletikstadion. Das Schwimmbad ist besser bekannt als „Water Cube“, es sticht durch seine außergewöhnliche wabenförmige Leichtbaukonstruktion mit Folie heraus, die ähnlich wie bei der Allianz-Arena angestrahlt werden kann, doch die Form ist etwas anders, sie ähnelt der eines Würfels. Der „Water Cube“ beherbergt 10 jeweils 50 Meter lange Bahnen, ein Sprungbecken mit drei Sprungtürmen und den Platz für siebzehntausend Zuschauer, welche bei der Olympiade komplett besetzt waren. Außerdem birgt der Water Cube Chinas größtes Spaßbad. Der Wasser Park besitzt ein großes Wellenbecken, eine ziemlich große Kinderecke und mehrere Rutschen, auch Looping- und Trichterrutschen. Das Leichtathletikstadion sagt den meisten erst etwas, wenn der Begriff „Vogelnest“ fällt, denn das Stadion ist oval, mit vielen Stahlverstrebungen, sodass es an ein überdimensionales Vogelnest erinnert.

 


 


 

Das zweite Beispiel ist der Pekinger Tierpark, er ist einer der größten Zoologischen Gärten auf dem Kontinent Asien und der bedeutendste Tierpark in China, denn er wurde für die Olympiade vergrößert, er besitzt jetzt fast 100 Hektar und rund 1500 verschiedene Tierarten. Das Umbauen hat sich gelohnt, da der Zoologische Garten jährlich bis zu zwölf Millionen Besucher anlockt, doch es war nicht immer so, der Tierpark wurde vor über einhundert Jahren gegründet, er erlebte die Entstehung der Republik China, inklusive der Invasion japanischer Truppen während des zweiten Weltkriegs und das hinterließ Spuren: Als die Volksrepublik China ausgerufen wurde, verfügte der Zoo nur über eine Handvoll Tiere. In den folgenden Jahrzehnten wurde dies jedoch Schritt für Schritt wieder ausgebaut.

 

Peking ist heute auf der einen Seite eine moderne Millionen-Metropole mit 8spurigen Autobahnen und vielen, vielen Wolkenkratzern, mit überdimensionalen Shopping-Centern, in denen alle Weltmarken vertreten sind. Auf der anderen Seite sind die vielen erhaltenen Bauten aus der Kaiserzeit, die einen interessanten Kontrast dazu bilden.

 

     

Egal, ob Tierpark, Spaßbad, Paläste, Tempel oder Chinesische Mauer, Peking und die umliegende Region ist immer eine Reise wert.

„Wie viele Siege hast du schon?“, „Ich habe zweimal hintereinander den epischen Sieg geknackt!“

Solche Gespräche hört man mittlerweile überall, in jeder Zeit. Aber was ist Fortnite eigentlich und warum ist das derzeit so im Hype? Diese Fragen stelle ich mir sehr oft, vorallem weil sogut wie jeder, den ich kenne, darüber redet und es spielt. Aus dem Grund habe ich mir überlegt einen Interview mit fremden Leuten zu führen und Fragen rumd um das Thema Fortnite zustellen. Meine Fragen waren unter anderem:

         Kennen Sie das Spiel Fortnite, wenn ja woher und spielen Sie das?

         Wie oft spielen Sie das? (In der Woche, Stunden)

         Hat es einen Einfluss in Ihr Privatleben? (Vernachlässigung der Schule, Familie etc.)

         Warum spielen Sie das?

Ich habe versucht so gut wie es geht alle Alters - und Geschlechtsgruppen zu erwischen.

 

Im Roland Center angekommen, sind mir schon zwei jüngere Jungen entgegengekommen, diese Chance habe ich ausgenutzt. Es hat sich herausgestellt, dass einer von ihnen 14 und der andere 13 Jahre alt ist. Außerdem spielen beide Fortnite, aber nur, wenn sie keine Hausaufgaben oder andere schulische Aufgaben haben. Wenn sie es spielen, spielen sie 1-3 Stunden, kommt aber, wie gesagt, auf die Situation an. Ihrer Meinung nach hat das Spielen keinen Einfluss auf ihr Privatleben und spielen tun sie das nur, weil es ihnen Spaß macht.

 

Als nächstes habe ich einen 16 Jährigen Jungen interviewt, der ebenfalls Fortnite spielt. In der Woche spielt er das Spiel 1-3 Stunden, am Wochende 4-5 Stunden. Anders als bei den vorherigen Jungs, lenkt er sich durch das Spielen ab und vernachlässigt so ab und an mal seine schulischen Leistungen. 

 

Ich habe auch einige Mädchen gefragt (im Alter von 19 bis 21), aber leider wusste so gut wie keines, was das ist. Auch ältere Leute (im Alter von 45+) habe ich gefragt, ob sie je von dem Spiel gehört haben, aber Fehlanzeige.

 

Alles in allem ist mir aufgefallen, dass die meisten die das Spiel Fortnite spielen, männliche, jüngere Leute sind. Um ehrlich zu sein, war ich echt überrascht, ich habe mir die Ergebnisse anders vorgestellt. Zum einen habe ich erwartet, dass auch viele Mädchen das Spiel kennen oder gar spielen, zum anderen dachte ich mir, dass die beiden Jungen-Gruppen das Spiel durch die große Reichweite entdeckt haben. Denn nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern wie z.B. in den USA ist das Spiel sehr bekannt.

 

So, jetzt habe ich genügend Meinungen von anderen gesammelt und möchte mich selbst überzeugen. Ist Fortnite wirklich so super, wie alle behaupten?

Durch ein Selbstexperiment konnte ich das herausfinden und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen.

 

Zuerst musste ich mir das Spiel logischerweise auf meinem Laptop downloaden, dies klappte überraschenderweise schnell. Ich spürte schon, wie sich in mir ein mulmiges aber auch aufregendes Gefühl aufbaute, als ich verträumt auf den Ladebildschirm schaute.

Vor dem Spielen habe ich mir noch sicherheitshalber sogenannte "Let´s Plays" auf YouTube angeschaut, damit ich im Spiel nicht ganz verloren bin. Solche Videos dienen der Unterhaltung der Zuschauer oder in meinem Fall als Hilfe.

Nachdem das Spiel vollständig geladen hat, ging es auch schon los.

Zuerst ploppte ein Feld auf, in dem ich mir einen Charakter aussuchen konnte. Ohne lange zu überlegen, drückte ich auf die Frau. Es folgte ein weiterer Ladebildschirm.

Das erste, was ich sah, war ein Bus, welches über einer „Welt" flog. Die Perspektive war von oben. Durch den Lets Plays – Film,  die ich mir ansah, wusste ich, dass ich mich entscheiden konnte, wo ich landen will bzw. wann mein Charakter aus dem Bus springt. Aber nicht nur ich, sondern auch meine Gegner sprangen aus dem Bus. Das Ziel ist nämlich dieses:

Man soll sich in dieser Karte eine Basis einrichten und verteidigen, um sich vor den anderen Spielern (Feinden) zu schützen bzw. diese zu eliminieren. Denn der letzte Überlebende hat das Spiel gewonnen.

 

Ich springe aus dem Bus und suche mir eine ruhige Gegend aus, wo nicht viele meiner Gegner landeten. Anschließend habe ich meine einzige Waffe entdeckt, die ich besitze, eine Spitzhacke. Mit dieser Spitzhacke kann ich Baumaterialien wie Holz, Stein und Metall abbauen, um damit Wände, Treppen und andere Formen errichten zu können.

Jedoch sind Waffen und andere nützliche Gegenstände auf der Karte verteilt, die ich während des Spiels finden und aufsammeln muss. Die Karte war eine friedliche grüne Landschaft mit Bäumen und großen braunen Häusern; sie sah sogar relativ schön aus.

 

Während ich ohne Bedenken herumlaufe und mit der Steuerung spiele, höre ich plötzlich Schüsse. Ich bekomme sofort Panik. Meine Hände fangen an zu schwitzen, ich spüre, wie mein Herz schnell rast. Vor lauter Panik weiß ich nicht, wohin ich drücken soll und renne einfach drauf los. Ich renne auf Häuser zu, ändere jedoch schnell meine Meinung, aufgrund meiner Gedanken dass sich jemand dort befinden könnte. Stattdessen verstecke ich mich hinter Bäumen und warte ab. Warte. Halte Ausschau. Warte.

Anschließend ploppte eine Nachricht auf meinem Bildschirm auf:

„In einer Minute zieht ein Sturm auf" Ein Sturm? Ja und jetzt? Verzweifelt krieche ich aus meinem Versteck und laufe orientierungslos herum. Ich kann sehen, wie die Zeit sich immer schneller verringert. Es sind nur noch 30 Sekunden. Schon wieder bekam ich Panik. Was ist dieser Sturm und was soll ich machen? Während ich wie blöd durch die Gegend laufe, sehe ich auf die Zeit: 3 Sekunden..2...1..0. Ein großer lilafarbener Sturm baut sich über die komplette Karte auf und trifft auch mich. Ich muss aus dem Sturm heraus. Ich renne los und versuche den Sturm einzuholen. Mein Lebensstand wird geringer. Ich renne und renne. Ich sehe wie die Blätter durch die Gegend fliegen und die Bäume sich wie wild schütteln. Einholen kann ich es nicht. Es ist zu schnell. Ich werde sterben.

Plötzlich hält der Sturm vor mir an, doch ich bin immer noch im lilafarbenen Feld. Wenn ich es jetzt schaffe, aus diesem Feld zu entkommen, habe ich noch Chancen zu überleben.

Vergeblich. Mein Lebensstand ist leer. Ich bin tot.

 

Diese eine Runde genügte mir, um einen Eindruck zu bekommen. Das Spiel ist mir persönlich etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem der Kontent. Jedoch denke ich, dass es sehr interessant und cool sein kann, aber halt auch nur, wenn man es kann und versteht. Natürlich respektiere ich die Meinungen anderer und kann diese auch nachvollziehen, vor allem bei den Jungen. Sie spielen das Spiel wahrscheinlich, weil es ihnen Spaß macht, aber ich denke auch, dass es für sie ein großes Vergnügen ist, andere Leute zu eliminieren und ihre Umgebung zu schützen. Wir Mädchen haben in diesem Punkt, denke ich mal, andere Interessen.

Zudem bin ich davon überzeugt, dass der Hype durch die große Reichweite und natürlich auch wegen des Kontents des Spiels entstand.

Alles in einem ist das Spiel ein guter Langeweile-Killer oder eine Belohnung, falls man mal eine Auszeit braucht. Allerdings sollte man unbedingt aufpassen, dass man nicht in eine Sucht gerät und die Schule und die Familie nicht vernachlässigt.

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