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Am 12.09.2017 ist es soweit! Die Schüler der Q1 des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums treffen heute erste Vorbereitungen für ihr „P5“ - Projekt.

Aber was genau ist dieses unter der Schülerschaft als „P5“ bekannte Projekt? Die Schüler*innen kombinieren zwei Fächer aus ihrem Profil und erarbeiten in Kleingruppen ein Produkt. Zum Beispiel können sie im LK Englisch und dem GK Darstellendes Spiel ein Theaterstück auf Englisch erstellen. Dieses Produkt wird als Abiturleistung gewertet und in die spätere Abiturnote einberechnet.

In diesem Jahr läuft die Projektphase vom 12.09.2017 bis zum 10.01.2018. Klingt nach einer Menge Zeit!

Damit die Schüler*innen auch die gesamte Zeit nutzen und die Arbeit nicht ständig vor sich herschieben, werden sie durch Meilensteine und regelmäßige Konsultationssitzungen von ihren Lehrer*innen begleitet. Die Meilensteine sind Termine, bis zu denen bestimmte Arbeitsschritte geschafft sein müssen. In den Konsultationssitzungen erfahren die Lehrer*innen, wie gut die Gruppen vorankommen. Die Schüler*innen bekommen dann auch Tipps, falls es nicht so gut laufen sollte.

Der Projekttag ist der Startschuss des ganzen Projekts. Heute wird schriftlich vereinbart, welches Produkt die einzelnen Gruppen erstellen wollen.

Wir dürfen das Englischprofil von Herrn Breuer in der 4.Stunde begleiten. Im Raum 304 des C-Gebäudes ist es ruhig. Die Schülerinnen und Schüler sitzen in ihren Gruppen beraten sich, Herr Breuer berät eine der Gruppen. Auf unsere Frage, ob die Schüler*innen das Projekt sinnvoll finden, spalten sich die Ansichten: Einige sind der Meinung, dass es Zeitverschwendung und viel zu anstrengend sei, da der ganze Schulalltag mit Klausuren parallel weiter läuft und man somit seine Freizeit dafür opfern müsse. Der andere Teil der Gruppe findet, dass es eine gute Vorbereitung für das Abitur sei, da man sich dann ja auch neben dem ganzen Schulalltag auf die Abiturprüfungen vorbereiten müsse. Außerdem meinen sie, dass man lernt sich zu organisieren und seine Zeit sinnvoll einzuteilen.

Bei der Frage, ob die Zeit ausreichend sei, sind alle einer Meinung: Es sei viel zu wenig Zeit! Während dieses Gefühl bei einigen regelrecht Panik auslöst, sind andere wiederum optimistischer und sicher, es mit guter Planung zu schaffen.

Schließlich haben wir auch Herrn Breuer nach seiner Meinung zum Projekt gefragt.

Er sieht es als eine sehr gute Vorbereitung auf das Abitur, da es sich schon um wissenschaftliches Arbeiten handele und das Teil des Abiturs sei. Dennoch ist auch er der Meinung, dass die Arbeitsbelastung sehr hoch sei. Laut Herrn Breuer haben die Schüler*innen genug Zeit, ihr Produkt fertigzustellen, wenn sie ihre Zeit vernünftig einteilten.

Nun ist es Zeit für uns zurück in den Unterricht zu kehren. Wir haben einen kleinen Einblick in das „P5“ - Projekt bekommen und wissen, was in zwei Jahren auf uns zukommen wird.

Alljährlich findet an unserer Schule der sehr beliebte Finnland-Austausch statt. Die Lehrkräfte Frau Woida und Herr Frank, der übrigens finnische Wurzeln hat, haben die neun Schüler und vier Schülerinnen der E-Phase und der Q1 auf ihrem Austausch begleitet.

Los ging es am 25. August von Bremen aus. Nach drei Stunden landeten sie in Tampere. Dort verbrachten sie die ersten drei Tage, in denen sie viel unternahmen. Sie besuchten ein Museum zur Entstehungsgeschichte von Tampere, machten eine Schiffstour, da Tampere ziemlich nah am Wasser liegt, und sie gingen in das „Spymuseum“ (Spionagemuseum), in dem ihnen berichtet wurde, wie sich die unterschiedlichen Länder mit verschiedenen Methoden während des Krieges gegenseitig ausspioniert haben.

Am Montag, dem 28. August setzten sie ihre Reise mit dem Zug und mit dem Bus nach Närpes fort. Am folgenden Tag gingen sie zum ersten Mal in die örtliche Schule, wo sie auf ihre Austauschpartnerinnen trafen. Um den finnischen Schülern ein Bild von sich zu geben, hielten die Schüler und Schülerinnen einen Vortrag über die Stadt Bremen, das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium und darüber, wie sie ihre Freizeit gestalten. Dies wurde alles auf Englisch berichtet, da nur wenige finnische Schüler Deutsch als Fremdsprache lernen.

Ein besonderes Erlebnis war die Parade zur 100jährigen Unabhängigkeit von Russland. Alle Schüler der Stadt marschierten bei der Parade mit. Die Parade stand unter dem Motto: „We can create a school without violence and be yourself.“ Auf dem Marktplatz wurde dann eine Ansprache gehalten. Am Ende wurde das Motto im vielen verschiedenen Sprachen vorgetragen. Auch vier Schüler unserer Schule konnten zu der Vielfalt beitragen, indem sie das Motto ihren Muttersprachen Deutsch, Polnisch, Vietnamesisch und Türkisch, vorgetragen haben.

Das Wochenende verbrachten die deutschen Schüler in den Gastfamilien. Dort haben sie sich alle sehr wohl gefühlt und waren gut untergebracht. Am Montag, dem 4. September ging es schon wieder zurück nach Bremen. Der zehntägige Aufenthalt hat allen sehr gut gefallen und sie freuen sich auf den Besuch der Finnen im November. Dann können sie den Finnen Bremen und unsere Schule zeigen und sich für die Gastfreundschaft revanchieren.

Wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt, an einem Finnland-Austausch teilzunehmen, könnt ihr euch am Ende der 9. Klasse mit einem Motivationsschreiben für den nächsten Finnland-Austausch bewerben.

Am 25.08.2017 startete die diesjährige Austauschgruppe mit 13 Schüler/innen aus der E- und Q1-Phase in erfrischender Morgenfrühe per RyanAir gen Tampere, einer sehenswerten Großstadt (rd. 206.000 Einw.) in Südwestfinnland. Diese wurde drei Tage lang zu Fuß, per Schiff und aus der Luft (vom Aussichtsturm Särkänniemi) genau erforscht. Das Arbeitermuseum Amuri und das Spy Museum lieferten einen Einblick in die industrielle Geschichte der Stadt und in Spionagetechniken. Abends wurde im Dream Hostel zusammen gekocht, da zeigten sich regelrechte Kochtalente unter den Schüler/innen. Es gab Leckeres: von Chili con Carne über Nasi Goreng oder einfach Pasta mit Tomatensoße und Salat.
Am 28.08. ging die Reise dann weiter zu unserer Partnerschule, dem „Närpes Gymnasium“. Nach einer Zugfahrt wartete in Seinajöki schon der bestellte Charterbus, der uns zu unserem Ziel bringen sollte. Gegen Abend vor der Schule angekommen, wurden wir sehr herzlich von den Gastfamilien und den gastgebenden finnischen Lehrerinnen empfangen. Von nun an waren alle Bremer Schüler/innen erst einmal damit beschäftigt, eine gute Kommunikation mit der Austauschpartnerin und deren Familie herzustellen – es sind alle Finninnen, also nur Mädchen, was einen gewissen Jubel in unserer überwiegend männlichen Gruppe auslöste. In Närpes wird Schwedisch gesprochen. Die Finninnen lernen noch nicht solange Deutsch. Gut, dass alle gemeinsam Englisch sprechen, so wurde dies sehr schnell die Hauptkommunikationssprache zwischen allen Austauschschüler/innen.
Am nächsten Tag stellte die Bremer Gruppe in einer Art Hörsaal sehr mutig zunächst sich selbst, unsere Schule, die Stadt Bremen und ihre vielfältigen Freizeitaktivitäten in ihrer Heimatstadt vor der gesamten Schülerschaft, dem Kollegium und der Schulleitung vor, und zwar auf Englisch. Für ihre selbst aufgenommenen, künstlerisch gestalteten Video-Präsentationen und ihre begleitenden Reden ernteten alle einen verdient tollen Applaus.
In einigen Deutschstunden erarbeiteten alle Austauschschüler/innen in finnisch-deutsch gemischten Gruppen zusammen mehrere kleine Projekte zu ländervergleichenden Themen wie „Traditionen / Wofür sind Deutschland und Finnland berühmt? / Verschiedene Sprachen in beiden Ländern / Essen / Beliebte Sportarten“ und stellten diese vor. Darüber hinaus besuchten unsere Schüler/innen viele andere Kurse, z.B. wurde im Chemielabor experimentiert, Englisch- und Mathestunden besucht und auch in der dem Gymnasium angegliederten Mittelstufe erklärten sie ganz viel über Deutschland, z.B. über beliebte Filme, Musikgruppen, Rapper. Eine Stadtführung, ein Ausflug nach Kristinestad, ein gemeinsamer Kochnachmittag in der Schulküche, eine Inselexkursion nach Sälgrund trugen zu einer sehr ereignisreichen Woche in Närpes bei. Den Höhepunkt bildete zum Ende der Woche eine Parade durch die Stadt, an der alle Schulen von Närpes (zusammen rd. 1.000 Schüler/innen) zur Feier des am 6. Dezember bevorstehenden 100-jährigen Unabhängigkeitstages teilnahmen. Auch wir waren dabei miteingeplant, sogar mit einer ganz besonderen Aufgabe: Schüler/innen des Närpes Gymnasium und vier unserer Schüler/innen sprachen auf der abschließenden Kundgebung auf dem menschengefüllten Marktplatz diesen Satz in vielen verschiedenen Sprachen ins Mikrofon:

Together we can create a school with the right to dream and the right to be who you are.

Was für ein krönender Satz zur Verbindung unserer Schulen und Länder! Unsere Schüler/innen haben ihre Aufgabe verantwortungsvoll und ausgezeichnet wahrgenommen und wurden dafür von den finnischen KollegInnen und dem Schulleiter sehr gelobt. Die örtliche Presse berichtete mit Namensnennung aller Sprecher/innen darüber.
Unser Abreisetag am 04.09. kam dann schneller als gewollt. Schließlich landeten wir sehr spät abends am Bremer Flughafen, noch mit der finnischen Zeit im Gefühl (dort ist es eine Stunde später), vollgesogen mit einer prallen Ladung neuer Eindrücke, die trotz promptem Wiedereinstieg in den hiesigen Schulalltag sicher noch lange nachwirken werden. Mit ganz viel Vorfreude sehen wir dem Rückbesuch der Finninnen im November entgegen.

Die meisten Schüler und Schülerinnen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums gehen um 14:00 Uhr in die Mensa. Dort machen sie ihre Hausaufgaben, essen ihr Mittagessen, erledigen Gruppenarbeiten, gönnen sich einen Snack in der Pause oder überbrücken hier ihre Freistunde. Außerdem sind die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Delfter Straße vor Ort, um hier ebenfalls zu essen, solange sie keine eigene Mensa in ihrer Schule haben. Dabei wird es in der Mensa ziemlich laut. Es wurde eine Schallwand errichtet, um die Lautstärke zu senken. Das Geschirr klappert laut. Stimmen schwirren durcheinander.

Doch dann wird es leiser, denn die Grundschulkinder machen sich wieder auf den Weg zu ihrer Schule. Jetzt, da die Grundschüler weg sind, kehrt Ruhe ein und man hört nur noch die leisen Gespräche der älteren Schüler und Schülerinnen. Inzwischen ist es 14:30 Uhr und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen räumen die nicht weggebrachten Teller von den Tischen in die Küche, um sie dort abzuwaschen. Dann werden die Türen geschlossen, die Rollläden heruntergefahren und es wird still, ganz still. Für heute ist der Stress vorbei, aber morgen geht es wieder von vorne los.

„Das macht dann 50 Cent.“ Wir betreten das Schulfest und laute Stimmen kommen uns schon entgegen. Viele Kinder stehen aufgeregt hinter ihren jeweiligen Ständen und warten auf ihre Kunden. Vom Flohmarkt bis Essen in süß und deftig, warm und kalt ist alles dabei. Sehr beliebt sind der Popkornstand der 9d sowie der Fühlparcours der 5d. Die Speisen an den verschiedenen Ständen sind so international wie unsere Schülerschaft und locken durch den leckeren Duft hungrige Gäste an.

Auch die laute Musik fällt uns direkt auf. Dank einiger sehr musikalischer Schülerinnen und Schüler werden wir gut unterhalten. Aber nicht nur Musik wird angeboten. Die Highlights sind der lateinamerikanische Paartanz zweier 5.Klässler sowie der Tanz der Tanz AG unserer Schule.

Wie jedes Jahr ist der Schulhof bunt geschmückt, was viele Gäste anzieht. Gäste aus dem Altenheim und der Grundschule, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie und Menschen aus der Nachbarschaft genießen die verschiedenen Angebote unserer Schule. Es wird sich viel unterhalten, laut gelacht, gegessen und getrunken.

Unser Schulfest wird schon seit über 10 Jahren veranstaltet und wie jedes Jahr gehen die Einnahmen an unseren Schulverein und werden für schulische Zwecke genutzt.

Ab 18.00 Uhr wird der Schulhof immer leerer und die Schülerinnen und Schüler beginnen abzubauen.

Alles in einem hat das Schulfest wieder einmal viel Spaß gemacht und unsere Schule hat sich fröhlich präsentiert.

Am letzten Schultag mussten wir uns von Frau Brunkhorst, Frau Höfener und Frau Schäper-Bunk verabschieden, die nach vielen Jahren bei uns an der Schule in ihren verdienten Ruhestand gehen. Wir wünschen ihnen alles Gute!

Impressionen von der Abientlassungsfeier 2017

Beim Landesfinale „Jugend debattiert“ am 30. März 2017 hatte unsere Neuntklässlerin im Plenarsaal der Bremischen Bürgerschaft in der Debattenfrage „Sollen an öffentlichen Schulen im Land Bremen Spezialklassen für besonders leistungsstarke Schüler eingerichtet werden?“ die Jury überzeugt. Der 2. Platz war ihr dadurch sicher und damit ihre Qualifikation für den Bundeswettbewerb in Berlin. Als Preis erhielt sie ein fünftägiges Rhetorikseminar auf Burg Rothenfels, wo sie zusammen mit den LandessiegerInnen aus den anderen fünfzehn Bundesländern ihre Redekunst vertiefend trainieren konnte.

Am 16. Juni 2017 trat sie dann als Bremer Bundesqualifikantin ihrer Altersgruppe in Berlin zu den Themen Sollen Haschisch und Marihuana auch in Deutschland legalisiert werden?“ undSoll die Möglichkeit der Wiederwahl des Bundeskanzlers begrenzt werden?“ an. Beide Streitfragen hatten es in sich, dennoch argumentierte unsere Schülerin ihre Pro- und Contra-Position glanzvoll und argumentationsreich. Wir gratulieren ihr zu diesem Erfolg, den sie damit krönen konnte, beim großen Finale in der Berliner Urania am 17. Juni 2017 sehr gespannt zuzuschauen und am Ende mit allen LandessiegerInnen auf der Bühne vom Publikum mit Applaus belohnt zu werden.

 

Es ist der 7.6.2017 und wir sind auf dem Schulhof des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums. Der Klang der Pausenglocke ertönt leise, die erste große Pause ist zu Ende. Die vielen Schüler*innen bewegen sich langsam zurück in die Gebäude. Aber eine kleine Gruppe verharrt trotz starken Winds auf dem Hof. Es sind ca. 30 fremde Kinder, manche haben ihre Eltern mitgebracht, andere sind mit ihren Lehrern gekommen. Was machen 30 Viertklässler auf unserem Hof? Die Antwort: Heute ist Schnuppern der Viertklässler in den fünften Klassen. Alle Viertklässler, die an unserer Schule angenommen worden sind, haben die Möglichkeit, die Schule durch das sogenannte „Schnuppern 5“ kennenzulernen. Grundschulweise kommen sie zu der kleinen Führung und Hospitation an unsere Schule. Nicht nur heute besuchen uns die Viertklässler, auch in der nächsten Woche folgen noch insgesamt 85 Schüler*innen aus verschiedenen Grundschulen Bremens.

Aufgeregt warten die Grundschüler auf Frau Giesa, die wenige Augenblicke später erscheint. Nachdem sie sich vorgestellt hat und geprüft wurde, ob alle Schüler*innen anwesend sind, geht es in unseren Leseclub, damit die zukünftigen Fünftklässler ihre Taschen abstellen können. Die Führung durch unsere Schule beginnt. Der erste Weg führt ins C-Gebäude, leise flüsternd folgen sowohl Schüler*innen als auch die Eltern und Lehrer*innen Frau Giesa ins andere Gebäude. Sie erklärt, dass wir uns das C-Gebäude mit einer anderen Schule teilen, der Wilhelm-Wagenfeld-Schule. Zunächst werden Mensa und Aula gezeigt, neugierige Blicke werden in die beiden Räume geworfen, bevor es weiter in den 2. Stock geht. Da es im A-Gebäude keine naturwissenschaftlichen Fachräume gibt, gucken wir uns die Fachräume des C-Gebäudes an. Anders als im A-Gebäude gibt es hier Tische aus Stein, auf denen mit ätzenden oder gefährlichen Stoffen oder mit Feuer gearbeitet werden kann. „Um Schülerexperimente besser durchführen zu können, werden die Klassen in zwei Halbgruppen unterteilt“, erklärt Frau Giesa. Es geht wieder ins Erdgeschoss, wo wir durch ein weiteres Treppenhaus hingelangen. In diesem Gang befinden sich Lehrerzimmer, Fächer und die Büros der Schul- und Oberstufenleitung. Nachdem auch hierzu ein wenig erzählt wurde und Frau Mascher die zukünftigen Fünftklässler begrüßt hat, läuft die Gruppe zurück ins A-Gebäude. Auf dem Weg dorthin werfen die zukünftigen Mitschüler*innen neugierige Blicke auf die Turnhalle. „Ich war da schon mal, ich habe da immer Sport“, ruft es von hinten.

Im dritten Stock finden wir die Tür zu Frau Diezelmüllers Büro, unserer Sozialpädagogin. Bei ihr können alle Schüler*innen der Schule mit  Problemen innerhalb der Schule, aber auch außerhalb um Rat fragen. Nur einen Raum weiter befinden sich die Computerräume, wo die Kinder Frau Giesa im Unterricht wiedersehen werden. Letzter Halt auf dieser Etage ist der Trainingsraum. Dieser steht nach der Schule als Hausaufgabenraum (mit Unterstützung eines Studenten) oder während Freiarbeitsphasen zur Verfügung. Aus Erfahrung können wir sagen, dass auch Nachschreiber hier gerne hereingesetzt werden 😊.

Zum Ende der Führung werden stolze Teilnehmer*innen am „wichtigsten Ort der Welt“ überrascht: Mit einem Lächeln verteilt Frau Giesa zusammen mit den Schulkioskeltern Kakao von der Kiosktheke. Glücklich holen die Kinder ihre Taschen aus dem Leseclub.. Passend klingelt es zur 5-Minuten-Pause. Die Gruppe wird geteilt, denn anschließend steht der Schnupperunterricht bevor. Zwölf Kinder der aktuellen und zwölf der zukünftigen fünften Klassen finden sich nach der Pause für eine Probestunde in Raum A211 wieder. Die andere Hälfte der Gruppe sitzt derzeit in Raum A208. Frau Büsing hat sich bereitgestellt, diese „Stunde der anderen Art“ zu unterrichten. Zu Beginn stellt sie sich vor und bringt den neuen Schüler*innen ihr Begrüßungsritual bei. Das ist bei ihr etwas ganz Besonderes. Die Großen können das schon gut und machen es schüchtern den Kleinen vor: Drei Mal tief einatmen, dabei mit den Armen rudern. Ein passender Vers macht es interessant, die Kinder bewegen sich mit Freude. Die erste Unsicherheit ist so direkt genommen. Sie kommt allerdings schnell wieder: Für eine Aufgabe sollen sich die Kleinen und Großen in Zweierpaaren zusammenfinden. Das dauert insgesamt fast zehn Minuten. Aber sich einem fremden Menschen nett vorzustellen, das ist ganz schön schwer! Mit Frau Büsings Hilfe gelingt auch das, die Kinder sitzen ordentlich auf ihren Plätzen.

In dieser Stunde steht Deutsch an. Dafür hat die Lehrerin extra etwas vorbereitet: In Briefumschlägen befinden sich kleine Wortschnitzel, die zu einem Gedicht zusammengelegt werden müssen. Vor der Bearbeitung besprechen die Kinder erst, was ein Gedicht überhaupt ist: „Das reimt sich immer“, sagt ein Mädchen, „die Sätze sind kurz und unvollständig“, fügt ein Junge hinzu. Wir, die Reporter, dürfen es auch ausprobieren. Doch „Herr Matz und die Katz‘“ gibt auch für Neuntklässler ein schwieriges Rätsel her! Nach einiger Zeit haben es alle zusammen, und so wird verglichen. Nicht alle haben es richtig, aber das ist jetzt nicht wichtig. Im Anschluss dürfen die Kinder mit den Schnipseln „Quatschgedichte“ zusammenstellen: Der Reim steht im Vordergrund, der Sinn bleibt unbeachtet. Das macht den Kindern Spaß und so kommen verschiedenste Kreationen zustande. Plötzlich klingelt es zur Pause. Erstaunt verabschiedet sich die Gruppe und den Kleinen wird der Weg nach draußen gezeigt. Anschließend haben sie eine Mathestunde bei Frau Graf. Diese darf das Reporterteam aber nicht miterleben, da wir selbst zum Unterricht müssen.

Der Aktionstag mit einer Fragerunde abgeschlossen, in der Frau Diezelmüller sich und ihre Arbeit vorstellt und einige Kinder aus der 5b noch Tipps und Ratschläge zum Schulstart hier am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium geben und die offenen Fragen der Gäste beantworten. Am Montag und Dienstag der folgenden Woche sind noch zwei Schnuppertage. Diese „Vorarbeit“ des Gymnasiums nimmt den Kindern die Angst vor dem Übergang und weckt die Vorfreude auf die neue Schule und so wird das Schnuppern auch in den Folgejahren wieder stattfinden.


Die Orientierungslosigkeit beim Erwachsenwerden ist normal, denn kaum einer kennt seinen Traumjob von Anfang an und kann sich auch für diesen qualifizieren. Die Vocatium soll von dieser Ungewissheit befreien und den jungen Menschen einen Einblick in ihre mögliche Zukunft gewähren.

Am Donnerstag, den 18. Mai fand die Vocatium in diesem Jahr statt, bei der ÖVB-Arena in Halle 6. Rund 6.000 Schüler und Schülerinnen besuchten die Berufsmesse, darunter auch unser gesamter Q1-Jahrgang. 14 Tage vor Messebeginn haben die Schüler passgenaue und ihrem Interesse entsprechende Termine bekommen, mit der sie die Möglichkeit haben, Experten Fragen zu stellen und auch Kontakte zu knüpfen.
Zu Messebeginn erhielten alle einen Lageplan, mit dessen Hilfe man sich orientieren konnte. Hier konnte man erkennen, wo die Stände der einzelnen Unternehmen aufgebaut waren. Ebenso war farblich gekennzeichnet, ob es sich um einen Ausbildungsbetrieb (gelb), eine Akademie/ Fachschule oder Auslandsaufenthalte (blau), eine Hochschule (grün) oder um eine Beratungsinstitution (rot) handelte.

Die Schüler und Schülerinnen haben sich an ihre Termine gehalten und hatten dann Zeit, ihre Fragen zu stellen. Einige beklagten, dass die Unternehmen zu sehr auf sich selbst eingehen und zu wenig auf den Beruf. Natürlich suchen zukunftsoriente Firmen gut qualifizierten und ins Unternehmen passenden Nachwuchs, doch einige preisten ihr Unternehmen mehr an als den Beruf. In manchen Fällen konnten die  festgelegten Terminzeiten nicht eingehalten werden, da manche Schüler und Schülerinnen auch ohne Termin eine Beratung wünschten und die freundlichen Mitarbeitenden der Unternehmen diese nicht abwiesen. Dadurch geriet in der Terminplan allerdings ziemlich durcheinander.

Dennoch bleibt als Fazit, dass die Vocatium aus Sicht der meisten Teilnehmenden informativ und Gewinn bringend war, auch wenn nicht alle die erwarteten Informationen erhalten haben.

Um einen Einblick in die Gedanken der Unternehmen zu bekommen, interviewten wir das Unternehmen „Thysen-Krupp“.



Können Sie uns Genaueres über Ihr Unternehmen sagen?
Thysen-Krupp ist zuständig für Maschinen und Anlagenbau in Bereichen der Automobilbranche, der Luftfahrt und sonstige elektronische Fortbewegungsmittel. Überwiegend werden Autoteile gebaut und getestet. Thyssen-Krupp hat ca. 4000 Mitarbeiter, davon 800, die in Bremen arbeiten. Insgesamt hat Thysen-Krupp 11 Standorte in 11 verschiedenen Ländern.

Was können Sie den Schülern, die Interesse an Thysen-Krupp haben, bieten?
Wir bieten ihnen eine sehr gute Ausbildung mit €1000,- brutto im ersten Lehrjahr, 30 Tage Urlaub sowie eine nette Belegschaft und abwechslungsreiche Arbeit.

Wie lange wurde für die Vocatium geplant und was musste mitgenommen werden?

Die Anmeldung war vor einem halben Jahr und mitnehmen mussten wir natürlich die Materialien, die wir brauchen, wie die Bilder und Präsentation und alles was, man dafür braucht, darunter auch Flyer. Für uns Mitarbeiter haben wir natürlich auch etwas Proviant dabei.

Worin sehen Sie den Nutzen für Ihr Unternehmen in der Vocatium?
Es ist Werbung für das Unternehmen und wir haben auch die Chance, neue Nachwuchs-Mitarbeiter anzuwerben.

Bereitet es Ihnen Spaß, den Schülern bei einer solchen Veranstaltung zu helfen?
Ja, tut es! Ich habe mich sogar freiwillig gemeldet, da ich es früher immer toll fand auf Messen dieser Art alles so gut erklärt zu bekommen.

Denken Sie, dass alle Schüler die Vocatium nutzen oder dass es auch welche gibt, die lediglich die Schule vermeiden wollen?
Ich denke, dass ein Großteil die Vocatium nutzt, weil sie hier direkten Kontakt mit Unternehmen haben und sich nicht nur über das Internet informieren können. Es wird aber auch den einen oder anderen geben, der einfach nur keine Lust auf Schule hat.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Antworten!


Der Einblick in die Gedanken des Unternehmens zeigt, dass das Gefühl des „Angeworbenwerdens“ nicht von ungefähr herkommt. Das ist jedoch nachvollziehbar, da jedes Unternehmen an seinen Nachwuchs kommen muss, wenn es zukunftsorientiert handelt.
Nachdem die Schüler dann die Informationen hatten, die sie brauchten, gingen sie meist vollgepackt mit Werbeartikeln nach Hause.

Großartiger Erfolg in Berlin

Wie schon im letzten Jahr war unsere Schule wieder beim Finale aller Bundesländer von "Jugend trainiert für Olympia" im Gerätturnen in Berlin vertreten. Diesmal hatten sich sogar zwei Mannschaften qualifiziert und kamen mit hervorragenden Platzierungen zurück.

Die jüngeren Mädchen Elena Fritz, Aylin Bitter, Nicole Welker und Liljana Wojciechowski mussten im Wettkampf IV den Ausfall von Mariam Schill verkraften, konnten deshalb einige Wertungen nicht erzielen und kamen trotzdem noch auf einen tollen 11. Platz.

Sensationell auf dem 5. Platz landeten Karina Schönmaier, Marie-Claire Faulstich, Melissa Welk, Christina Mill und Anni Kienke im Wettkampf III. Es fehlten bei 196,20 Punkten lediglich 1,05 Punkte bis zum dritten Platz. Das war das beste Ergebnis, das je ein Team im Gerätturnen für Bremen erzielen konnte und das zweitbeste Ergebnis aller Bremer Mannschaften, die in diesem Jahr in den Sportarten Gerätturnen, Basketball, Volleyball, Tischtennis und Badminton antraten.

Herzlichen Glückwunsch!!

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Dienstag und Donnerstag 10:45 bis 15:45 Uhr

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Fax: 0421 361-59620
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Alexander-von-Humboldt-Gymnasium
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Sekretariat der Oberstufe

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Täglich außer Mittwoch 8:00 bis 12:00 Uhr

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